Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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gebrochen, und die arme theure Seele, die ſich Gott hingab, würde vielleicht durch meine Gegenwart mehr zu leiden gehabt haben, als ſie in dieſem feierlichen Augenblick durch ihre Vereinzelung leiden mußte.“

„Oh! ſie war nicht allein,“ fagte Jean Peugquoy.

„Ja,“ erwiederte Gabriel,„Ihr waret da, Jean, und Babette, und die Unglücklichen, und die ihr zu Dank verpflichtet, und ihre Freunde.

„Nicht wir allein waren da, Herr Graf: die Schweſter Benie hatte auch ihre Mutter bei ſich.“

„Wie! Frau von Poitiers?“ rief Gabriel.

„Ja, Herr Graf, Frau von Poitiers, welche auf einen Brief ihrer Tochter aus ihrer Einſamkeit in Chau⸗ mont herbeieilte, um der Feierlichkeit beizuwohnen, und noch zu dieſer Stunde an der Seite der neuen Nonne verweilen muß.“

„Oh! warum hat Diana von Caſtro dieſe Frau kommen laſſen?“ fragte Gabriel erſchrocken.

„Gnädiger Herr, dieſe Frau iſt, wie ſie zu Babette ſagte, im Ganzen ihre Mutter.“

„Gleichviel!“ ſprach Gabriel.„Ich fange an zu glauben, daß ich geſtern hätte hier ſein müſſen. Kam Frau von Poitiers, ſo dürfte dies nicht geſchehen ſein, um das Gute zu thun, um eine Pflicht zu erfüllen. Gehen wir in das Kloſter der Benedictinerinnen: wollt Ihr, Meiſter Jean? Es drängt mich mehr als je, Frau von Caſtro wiederzuſehen. Mir ſcheint, ſie bedarf meiner. Gehen wir geſchwindel“

Ohne Schwierigkeit führte man Gabriel von Mont⸗ gommery, deſſen Ankunft man ſeit dem vorhergehenden Tag erwartete, in das Sprechzimmer des Kloſters.

Diana befand ſich ſchon mit ihrer Mutter in dieſem Sprechzimmer.

Als Gabriel ſie nach dieſer langen Abweſenheit ſah, fiel er, hingeriſſen von einem unwiderſtehlichen Drang,