298
Schluß.
Gabriel kam erſt am 16. Auguſt in Saint⸗Quen⸗ tin an.
Am Thor der Stadt fand er Jean Peuquoy, der auf ihn wartete.
„Ahl endlich ſeid Ihr da, Herr Graf!“ ſagte der brave Weber.„Ich war feſt überzeugt, Ihr würdet kommen! Zu ſpät, leider zu ſpät!“
„Wie! zu ſpät?“ fragte Gabriel ängſtlich.
„Achl ja; beſchied Euch der Brief von Frau Di⸗ ana von Caſtro nicht auf geſtern den 15. Auguſt?“
„Allerdings, doch ohne einen beſonderen Nachdruck auf dieſes Datum zu legen, ohne mir zu ſagen, aus welchem Grund Frau von Caſtro meine Gegenwart for⸗ derte.“
„Nun! Herr Graf,“ ſprach Jean Peuquoy, geſtern am 15. Auguſt hat Frau von Caſtro, oder vielmehr die Schweſter Benie das ewige Gelübde abgelegt, das ſie fortan zur Nonne macht, ohne die Möglichkeit einer Rückkehr in die Welt.“
„Ah!“ rief Gabriel erbleichend.
„Und wäret Ihr da geweſen,“ fügte Jean Peuquoy bei,„ſo würde es Euch vielleicht gelungen ſein, das, was nun geſchehen iſt, zu verhindern.“
„Nein,“ erwiederte Gabriel mit finſterer Miene, „nein, ich hätte mich dieſem Plan nicht widerſetzen
wollen, können und dürfen. Es war ohne Zweifel die
Vorſehung, die mich in Calais zurückhielt! Mein Herz wäre in der That in ſeiner Ohnmacht vor dieſem Opfer


