Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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Die Schöngeiſter, welche Maria begleiteten, ſag⸗ ten, man ſei bei einem Nebel in einem nebeligen und benebelten*) Lande ausgeſtiegen.

Maria wurde durchaus nicht erwartet; um Edin⸗ burgh zu erreichen, mußte ſie ſich auch für ſich und ihr Gefolge mit armſeligen, ſchlecht geſchirrten Eſeln be⸗ gnügen, von denen einige nicht geſattelt waren und als Zaum und Steigbügel nur Stricke hatten. Maria konnte nicht umhin, dieſe kläglichen Thiere mit den herrlichen Roſſen in Frankreich zu vergleichen, die ſie bei den Jagden und Turnieren tummeln zu ſehen ge⸗ wohnt war. Sie vergoß abermals Thränen des Kum⸗ mers, indem ſie das Land, das ſie verließ, mit dem ver⸗ glich, in welches ſie einzog. Bald aber ſuchte ſie mit ihrem anmuthreichen Weſen durch die Thränen zu lä⸗

cheln und ſprach:

„Ich muß mein Leiden in Geduld hinnehmen, da ich mein Paradies gegen eine Hölle vertauſcht habe.“

Dies war die Ankunft von Maria Stuart in Schott⸗ land. Wir haben anderswo den Reſt ihres Lebens und ihren Tod erzählt, und wie das ruchloſe England, die⸗ ſer unſelige Henker alles deſſen, was Frankreich Gött⸗ liches beſaß, mit ihr den Liebreiz tödtete, wie es ſchon in Jeanne d'Arc die Inſpiration getödtet hatte, wie es in Napoleon das Genie tödten ſollte.

*) In Beziehung auf die damaligen Religionswirren.