Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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folgt von den beneideten Edelleuten, die ſie bis Schott⸗ land begleiten ſollten.

Doch wie Schottland Maria nicht für Frankreich tröſten konnte, ſo konnten die, welche mit ihr gingen, ſie die, welche ſie verließen, nicht vergeſſen machen. Dieſe waren es auch, welche ſie am meiſten zu lieben ſchien. Auf dem Vordertheil der Galeere ſtehend, grüßte ſie unabläßig mit ihrem Sacktuch, mit dem ſie ihre Thrä⸗ nen trocknete, die Verwandten und Freunde, die ſie am Ufer zurückließ.

Endlich kam ſie auf die hohe See, und ihr Blick wurde unwillkührlich von einem Schiff angezogen, das nach dem Hafen zurückkehrte, aus dem ihre Galeere ausgelaufen warz ſie folgte ihm mit den Augen, ſeine Beſtimmung beneidend, als ſich plötzlich das Schiff vor⸗ wärts neigte, als hätte es einen Stoß von unten be⸗ kommen, und von ſeinem Kiel bis zu ſeinen Maſten zitternd unter dem Geſchrei ſeiner Mannſchaft in das Meer zu verſinken anſing; was ſo ſchnell geſchah, daß es verſchwunden war, ehe Herr von Mevillon ſeine Barke, um ihm Hülfe zu bringen, hatte ausſetzen kön⸗ nen. Einen Augenblick ſah man an der Stelle, wo das Schiff verſunken war, einige ſchwarze Punkte obenauf ſchwimmen, welche ſich kurze Zeit auf der Oberfläche des Waſſers hielten und dann nach einander unterſanken, ehe man ſie erreichen konnte, obgleich man mit aller An⸗ ſtrengung ruderte; ſo daß die Barke zurückkehrte, ohne daß ſie einen einzigen Schiffbrüchigen zu retten im Stande geweſen war.

„O mein Gott und Herr!“ rief Maria,„welch ein ſchlimmes Vorzeichen für meine Reiſe!“

Während dieſer Zeit kühlte der Wind auf und das Schiff fing an unter den Segeln zu gehen, was der Rudermannſchaft auszuruhen geſtattete. Als Maria ſah, daß ſie ſich raſch vom Ufer entfernte, ſtützte ſie ſich auf die Wand am Hintertheil, die Augen nach