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meiner Einſamkeit ſammelte ich beſſer meine Erinnerun⸗ gen, genoß ich inniger die Süßigkeit, die es mir bot, daß ich für Euch eine ſo theure Pflicht erfüllen durfte.“
„Noch einmal danke ich Euch für dieſen letzten Be⸗ weis von Anhänglichkeit, Herr Graf,“ ſprach Maria. „Gern möchte ich Euch meine Dankbarkeit beſſer als durch Worte beweiſen können. Doch ich vermag nichts mehr, und wenn es Euch nicht gefällt, mir mit den Herren Damville und Brantome nach meinem armen Schottland zu folgen...
„Ah! das wäre mein glühendſter Wunſch,“ rief Gabriel;„doch ein anderer Ruf hält mich in Frank⸗ reich zurück. Eine Perſon, die mir eben ſo theuer und heilig iſt, und die ich ſeit zwei Jahren nicht mehr ge⸗ ſehen habe, erwartet mich zu dieſer Stunde...“
„Solltet Ihr Diana von Caſtro meinen?“ fragte Maria lebhaft.
„Ja, Madame. Durch eine Kunde, die ich im vo⸗ rigen Monat in Paris erhielt, hat ſie mich auf heute den 15. Auguſt nach Saint⸗Quentin beſchieden. Ich werde erſt morgen ankommen; doch was auch der Be⸗ weggrund ſein mag, aus dem ſie mich beruft, ſie wird mir verzeihen, deſſen bin ich ſicher, wenn ſie erfährt, daß ich Euch erſt in dem Angenblick verlaſſen wollte, wo Ihr Frankreich verließet.“
„Theure Diana!“ ſprach Maria nachdenkend,„ja, ſie hat mich auch geliebt und ſie iſt für mich eine Schweſter geweſen. Ich bitte, Herr von Montgommery, übergebt Ihr zum Andenken an mich dieſen Ring und verfügt Euch ſchnell zu ihr; ſie bedarf Eurer vielleicht, und ſobald es ſich um ſie handelt, will ich Euch nicht zurückhalten. Lebet wohl. Lebet wohl, meine Freunde, lebet Alle wohl. Man erwartet mich. Ich muß von hinnen, ach! ich muß.“
Sie entriß ſich denen, die ſich abermals um ſie her drängten, ſetzte den Fuß auf das Brett des Schiffes und ging auf die Galeere von Herrn von Mevillon, ge⸗


