Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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„Der König iſt todt!“ ſprach der Balafré mit dumpfem, tiefem Tone.

Der Wappenkönig wiederholte mit lauter Stimme auf der Schwelle des großen Saales nach dem her⸗

kömmlichen Ceremoniel:

„Der König iſt todt! der König iſt todt! der König iſt todt! Betet für das Heil ſeiner Seele.“

Und ſogleich rief der erſte Cavalier:

„Es lebe der König!“

In demſelben Augenblick führte Frau von Fiesque den Herzog von Orleans zu der Königin Mutter; dieſe nahm ihn bei der Hand, ging mit ihm hinaus und zeigte ihn den Höflingen, welche um ſie her riefen:

„Es lebe unſer guter König Karl IX.!“

„Unſer Glück hat geſtrandet!“ ſprach traurig der Cardinal zu ſeinem Bruder, der mit ihm allein zurück⸗ geblieben war.

„Das unſere vielleicht, aber nicht das unſerer Fa⸗ milie,“ erwiederte der Ehrgeizige.„Ich muß nun darauf bedacht ſein, meinem Sohn Mittel und Wege zu bereiten.“

„Wie mit der Königin Mutter wieder anknüpfen?“ fragte Karl von Lothringen nachdenkend.

„Laſſen wir Catharina ſich mit ihren Bourbonen en Hugenotten entzweien,“ erwiederte der Ba⸗

afré.

Fortſprechend, verließen ſie durch eine Geheimthüre das Gemach.

„Ach! ach!“ murmelte Maria Stuart, die eiſige Hand von Franz M. küſſend,„Niemand weint hier als ich; oh! das arme Herzkind hat mich ſo ſehr geliebt!“

„Und ich, Madame,“ ſprach vortretend, die Augen von Thränen gefüllt, Gabriel von Montgommery, der bis jetzt auf der Seite geſtanden war.

„Oh! ich danke Euch,“ antwortete ihm Maria mit einem Blick, in den ſie ihre ganze Seele legte.

„Und ich werde mehr thun, als weinen,“ fuhr mit