er m
en es ne
. 8. uf ete cy er
287
„Das wäre in einem Augenblick geſchehen,“ erwie⸗ derte Chapelain raſch.„Alles iſt vorbereitet.“
Von ſeinen zwei Collegen unterſtützt, nahm er ſo⸗ gleich die Einſpritzung in das Ohr des Königs vor.
Maria Stuart, die Guiſen, Gabriel, Ambroiſe ließen gewähren und ſchwiegen wie verſteinert.
Der Connetable allein ſchwatzte albernes Zeug.
„So iſt es gut!“ ſagte er befriedigt durch die ge⸗ zwungene Folgſamkeit von Meiſter Paré.„Wenn ich bedenke, daß Ihr nur ſo ohne mich den Kopf des Kö⸗ nigs öffnen wolltet! Man ſchlägt die Könige von Frank⸗ reich nur auf den Schlachtfeldern, ſeht Ihr!... Nur das Eiſen des Feindes allein kann ſie berühren, aber das Eiſen eines Wundarztes nie.“
Und ſich an der Niedergeſchlagenheit des Herzogs von Guiſe ergötzend, fuhr er fort:
„Es war Zeit, daß ich ankam, Gott ſei Dank! Ah! meine Herren, Ihr wolltet, wie man mir ſagt, meinem theuren und braven Neffen, dem Prinzen von Condé, den Kopf abſchlagen! Doch Ihr habt den alten Löwen in ſeiner Höhle aufgeweckt, und hier ſteht er! Ich habe den Prinzen befreit, ich habe mit den Stän⸗ den geſprochen, die Ihr unterdrücktet. Ich habe als Connetable die Schildwachen entlaſſen, die Ihr vor die Thore von Orleans ſtelltet. Seit wann iſt es gebräuch⸗ lich, ſo dem König Wachen zu geben, als ob er in der Mitte ſeiner Unterthanen nicht in Sicherheit wäre?.
„Von welchem König ſprecht Ihr?“ fragte Am⸗ broiſe Paré;„es wird bald keinen andern König mehr geben, als König Karl IX.; denn Ihr ſeht, meine Herren,“ ſagte er zu den Aerzten,„die Ergießung be⸗ ginnt, die Flüßigkeit dringt in das Gehirn ein.“
Catharina von Medicis ſah bald an der troſtloſen Miene von Ambroiſe Paré, daß jede Hoffnung verloren war.
„Euer Reich geht zu Ende, mein Herr,“ ſprach ſie unwillkührlich zum Balafté.


