Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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hier mit leiſer Stimme und die Zähne an einander ge⸗ preßt:

„Madame, hört mich, Ihr wollt, daß Euer Sohn ſterbe und Euer Prinz von Condé lebe!. Ihr ſeid mit den Bourbonen und mit den Montmoreney ein⸗ verſtanden!. Der Handel iſt abgeſchloſſen, die Ver⸗ laſſenſchaft zum Voraus getheilt... Ich weiß Alles. Nehmt Euch in Acht! ich weiß Alles, ſage ich Euch.“

Doch Catharina von Medieis gehörte nicht zu den⸗ jenigen, welche man ſo leicht einſchüchtert, und der Her⸗ zog von Guiſe hatte einen falſchen Weg eingeſchlagen. Sie begriff nur um ſo beſſer die Nothwendigkeit, kühn zu handeln, da ihr Feind ſo die Maske vor ihr abwarf. Sie ſchleuderte ihm einen niederſchmetternden Blick zu, entging ihm durch eine raſche Bewegung lief auf die Thüre zu, öffnete ſelbſt beide Flügel und rief:

„Herr Kanzler!“

Gemäß den Befehlen, die er erhälten, wartete lHo⸗ pital im großen Saal. Es war hier um ihn verſam⸗ melt, was er von Parteigängern der Königin Mutter und der-Prinzen hatte finden können.

Auf den Ruf von Catharina trat er raſch vor, und die Gruppe der adeligen Herren drängte ſich neu⸗ gierig nach der offenen Thüre.

„Herr Kanzler,“ ſprach Catharina mit lauter Stimme, um gehört zu werden,„man will zu einer gewaltſamen und verzweifelten Operation an der Perſon des Königs ermächtigen. Meiſter Paré beabſichtigt, ihm mit einem Inſtrument den Kopf zu durchbohren. Ich, ſeine Mutter, proteſtire mit den drei hier gegenwärtigen Aerzten gegen dieſes Verbrechen.... Herr Kanzler, nehmt meine Erklärung zu Protokoll.“

„Schließt dieſe Thüre!“ rief der Herzog von Guiſe. Trotz des Murrens der im großen Saal verſam⸗

melten Cdelleute that Gabriel, was der Herzog befahl.