Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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6 Herr Cardinal. Alles, was ich verſichern kann, iſt, daß

ls hierin die letzte und einzige Hoffnung beſteht, dem König das Leben zu retten. Ja, es iſt die einzige Hoffnung,

1. die einzige Möglichkeit einer Rettung, doch es iſt wenig⸗

ſtens eine Möglichkeit.“

en„Ihr ſagt jedoch, Eure Operation könne gelingen, nicht wahr, Ambroiſe?“ fragte der Balafré.„Sprecht,

m habt Ihr ſie ſchon einmal mit Erfolg gemacht?“

18„Ja, Monſeigneur,“ antwortete Ambroiſe Paré,

„noch vor Kurzem an Herrn von Breteſche, Rue de la Harpe, in der rothen Roſe, und dann, um von Dingen zu ſprechen, die Monſeigneur beſſer kennen wird, habe ich ſie bei der Belagerung von Calais an Herrn von

te Pienne vorgenommen, der auf der Breſche verwundet worden war.“

Nicht ohne Abſicht erinnerte Ambroiſe Paré den Herzog an Calais, und es gelang ihm auch, denn dieſer war offenbar von ſeinen Worten betroffen. „In der That, ich erinnere mich deſſen,“ ſagte er; e,„ich zögere nun nicht mehr, und gebe meine Einwilli⸗ 8. gung zur Operation.“ „Und ich auch,“ ſprach Maria Stuart, ohne Zweifel 6

durch ihre Liebe erleuchtet. ⸗„Doch ich nicht!“ rief Catharina. 6 pf„Ei! Madame, da man Euch ſagt, es ſei dies

unſer einziges Rettungsmittel!“ verſetzte Maria. .„Wer fagt das?“ entgegnete die Königin Mutter. a.„Meiſter Ambroiſe Paré, ein Ketzer! Das iſt aber nicht f die Anſicht der Aerzte.“ t„Nein, Madame,“ ſprach Chapelain,„und dieſe ⸗ Herren und ich proteſtiren gegen das Mittel, das Meiſter ie Paré vorſchlägt.“ Ihr ſeht wohl?“ rief Catharina triumphi⸗ rend.

Außer ſich, ging der Balafré auf die Königin

⸗ Mutter zu, führte ſie in eine Fenſtervertiefung und ſagte