Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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Ambroiſe Paré mit lauter Stimme;„doch man muß ſich beeilen, denn das Gehirn wird ſich eher füllen, als ich gedacht hätte.“

„Oh! beeilt Euch alſo in des Himmels Namen!“ rief Maria Stuart, welche dieſe Worte gehört hatte.

Die Königin Mutter und die zwei Guiſen näherten ſich nun den Aerzten und miſchten ſich unter ſie.

„Meiſter Paré,“ fragte Chapelain,„habt Ihr denn ein Mittel, das beſſer und raſcher wäre, als das unſere?“

„Ja,“ antwortete Paré.

„Welches?“

„Man muß den König trepaniren.“

„Den König trepaniren!“ riefen die drei Aerzte ſchauernd. „Worin beſteht dieſe Operation?“ fragte der Her⸗

zog von Guiſe.

„Sie iſt noch wenig bekannt, gnädigſter Herr,“ erwiederte der Wundarzt.„Man muß mit einem, von mir erfundenen, Inſtrument, das ich Trepan nenne, auf dem Scheitel, oder vielmehr auf der Seite des Ge⸗ hirns eine Oeffnung von der Weite eines kleinen Gold⸗ ſtückes machen.“

„Barmherziger Gott!“ rief voll Entrüſtung Ca⸗ tharina von Medicis.„Mit dem Eiſen an dem Kopf des Königs arbeiten! Und Ihr würdet das wagen?“

„Ja, Madame,“ antwortete Ambroiſe ganz einfach.

„Aber das wäre ein Mord!“ verſetzte Catharina.

„Ei! Madame,“ entgegnete Ambroiſe,„den Kopf des Königs mit Wiſſenſchaft und Vorſicht öffnen, heißt das nicht nur das thun, was täglich auf dem Schlacht⸗ feld das blinde und gewaltſame Schwert thut? Und wie viel Wunden heilen wir nicht!“

„Sagt kurz, ſteht Ihr für das Leben des Königs?“ fragte der Cardinal von Lothringen.

„Gvott allein hat das Leben und den Tod der Men⸗ ſchen in ſeinen Händen; Ihr wißt das beſſer als ich,