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„Aber dieſer verfluchte[Hopital hält Alles auf,“ verſetzte der Balafré.
„Wenn wir ſtatt ſeiner Unterſchrift auf dem Urtheils⸗ ſpruch des Prinzen die des Königs hätten, nicht wahr, mein Bruder, dann vermöchte ſich nichts zu widerſetzen, daß die Hinrichtung morgen früh vor der Ankunft von Montmorency, vor dem Verſuch von Ambroiſe Paré
ſtattfände?“
„Es wäre nicht gerade ſehr geſetzlich, aber es wäre möglich.“
„Wohl!“ ſprach lebhaft Karl von Lothringen,„ſo laßt mich hier, mein Bruder,... Ihr habt für dieſe Nacht nichts zu thun, und Ihr müßt der Ruhe bedürfen; es hat zwei Uhr auf der Glocke des Amthauſes ge⸗ ſchlagen. Ihr müßt Eure Kräfte für morgen aufſparen; entfernt Euch und laßt mich: ich will auch die ver⸗ zweifelte Kur unſeres Glückes verſuchen.“
„Was meint Ihr damit?“ fragte der Herzog von Guiſe.„Thut nichts Entſcheidendes, mein Herr Bruder, ohne Euch wenigſtens mit mir zu berathen.“
„Seid unbeſorgt, wenn ich habe, was ich haben will, werde ich Euch morgen vor Tagesanbruch wecken, um mich mit Euch zu verſtändigen.“
„Gut!“ ſagte der Balafré;„auf dieſe Verſicherung entferne ich mich, denn es iſt wahr, ich bin erſchöpſt. Doch nur vorſichtig!“
Er richtete an Maria Stuart noch einige Worte des Beileids und ging, von dieſer gebeten, mit ſo wenig als möglich Geräuſch hinaus.
Der Cardinal ſetzte ſich indeſſen an einen Tiſch und nahm eine Abſchrift von dem Spruch der Commiſſion, deſſen Ausfertigung er bei ſich behalten hatte.
Sobald dies geſchehen war, ſtand er auf und ging gegen das Bett des Königs.
Maria Stuart erhob ſich vor ihm und hielt ihn
durch eine Geberde zurück.
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