Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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„denn am Ende iſt Gott allein der Herr. Wird man mich nicht anklagen, mich den Hugenotten? Wird dieſe ſchwere, furchtbare Verantwortlichkeit nicht auf meiner Hand laſten und ſie zittern machen in dem Augenblick, wo ich ſo viel Ruhe und Sicherheit nöthig habe?“

„Hört,“ ſprach Maria,„wenn er am Leben bleibt, werde ich Euch bis an's Ende meiner Tage ſegnen... ſtirbt er aber, ſo werde ich Euch bis zu meinem Tode vertheidigen. Verſucht es alſo, verſucht es. Ich be⸗ ſchwöre Euch, ich flehe Euch an. Da Ihr ſagt, es ſei dies das einzige und letzte Rettungsmittel, mein Gott! ſo entzieht uns daſſelbe nicht; das wäre ein Ver⸗ brechen.“

„Ihr habt Recht, Madame,“ erwiederte Ambroiſe, „ich werde es verſuchen, wenn man es mir erlaubt, wenn Ihr ſelbſt es mir erlaubt, denn, ich verberge Euch nicht, das Mittel, zu dem ich meine Zuflucht nehmen muß, iſt ein äußerſtes und, ſcheinbar wenigſtens, ge⸗ waltſames und gefährliches.“

„Wahrhaftig?“ rief Maria ganz zitternd,„und es gibt kein anderes?“

„Kein anderes, Madame! Auch iſt es die höchſte

Zeit, es anzuwenden: in vierundzwanzig Stunden wäre es ſicher zu ſpät, in zwölf Stunden wäre es vielleicht zu ſpät. Es hat ſich ein Abſatz am Kopf des Königs gebildet, und wenn man den Flüſſigkeiten nicht durch eine ſehr raſche Operation einen Ablauf gibt, ſo wird die Ergießung in das Gehirn den Tod verurſachen.“

„Würdet Ihr dann den König auf der Stelle ope⸗ riren wollen?“ fragte der Cardinal.„Ich kann das nicht allein auf mich nehmen 6

„Ah! Ihr zweifelt ſchon!“ ſagte Ambroiſe.„Nein, ich bedarf des hellen Tages und ich brauche wohl den Reſt dieſer Nacht, um dies Alles wohl zu überlegen, um meine Hand zu üben und um ein paar Verſuche zu machen.. Doch morgen früh, morgen früh um neun