Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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ſagte, ganz nur der Sorge über die Gegenwart hinge⸗ geben, zu Gabriel:

„Nun, Meiſter Paré iſt Euch alſo gefolgt, nicht wahr?“

„Auf meine erſte Aufforderung,“. antwortete der junge Graf.

„Und er iſt da?“

„Er erwartet, um einzutreten, nur Eure huldreiche Erlaubniß, Madame.“

„Er komme ſogleich!“ rief Maria Stuart.

Gabriel von Montgommery ging einen Augenblick an die Thüre, durch die er eingetreten war, und kehrte alsbald, den Arzt einführend, zurück.

Catharina lauerte immer noch, aufmerkſamer als je, an ihrer Thüre.

Maria Stuart lief Ambroiſe entgegen, nahm ihn bei der Hand, führte ihn ſelbſt an das Bett des theu⸗ ren Kranken und ſagte, während ſie mit ihm ging, als wollte ſie die Complimente kurz abſchneiden: rechnete auf Euren Eifer, wie ich auf Eure Wiſſen⸗ ſchaft rechne„„ Kommt an das Bett des Königs, kommt geſchwinde.“ 4—

Gehorſam, ohne daß er Zeit hatte, nur ein Wort auf die Ungeduld der Königin zu erwiedern, war Amn⸗ broiſe Paré bald an dem Lager von Franz II., der, gleichſam vom Schmerz beſiegt, nur noch die Kraft be⸗ ſaß, einen ſchwachen, beinahe unmerklichen Seufzer auszuathmen.

Der große Arzt blieb eine Minute ſtehen und be⸗ trachtete dieſes kleine, abgemagerte, wie vom Leiden eingeſchrumpfte Geſicht. Dann neigte er ſich über den,

welcher für ihn nur noch ein Kranker war, und berührte und ſondirte die ſchmerzliche Geſchwulſt des rechten Ohrs mit einer Hand ſo leicht und ſo zart wie die von

Maria. Der König fühlte inſtinctartig einen Arzt und

Ich danke, daß Ihr gekommen ſeid, Meiſter; ich