Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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hervorgerufen werden mußte. Er ſollte ſich zum Voraus bei ſeinem Kopf und bei ſeiner Ehre verbindlich machen, den König zu retten, ohne ihn geſehen zu haben. Man verbarg ihm nicht, daß er als Proteſtant im Verdacht ſtehe, er trachte einem Verfolger der Proteſtanten nach dem Leben. Man zeigte endlich ſo viel beleidigendes Mißtrauen gegen ihn, man ſchrieb ihm ſo harte Bedingun⸗ gen vor, daß er, wenn er nicht ganz ohne Herz und ohne Klugheit war, nothwendig ſeine Hülfe verweigern mußte. Dies hat er auch zu ſeinem großen Bedauern gethan, ohne ſeitdem weiter von denjenigen bedrängt zu werden, welche man zu ihm geſchickt.“

„Iſt es möglich, daß man Meiſter Paré unſere Ab⸗ ſichten ſo erklärt hat?“ fragte lebhaft der Cardinal von Lothringen.„Man hat ihn doch im Auftrag meines Bruders und in dem meinigen zwei oder dreimal auf— geſucht, man überbrachte uns ſeine hartnäckigen Wei⸗ gerungen und ſeine ſeltſamen Zweifel, und wir hielten diejenigen, die wir abgeſandt hatten, für völlig ſichere Leutel“

„Waren ſie es wirklich, Monſeigneur?“ verſetzte Gabriel.„Meiſter Paré glaubt das Gegentheil, nun, da ich ihm Eure wahren Gefühle in Beziehung auf ihn und die guten Worte der Königin für ihn geſagt habe. Er iſt überzeugt, daß man ſich, ohne daß Ihr etwas davon wußtet, in einer ſtrafbaren Abſicht bemühte, ihn vom Krankenlager des Königs entfernt zu halten.“

„Die Sache iſt jetzt gewiß,“ ſagte Karl von Loth⸗ ringen.„Abermals murmelte er,„erkenne ich hierin die Hand der Königin Mutter„. Sie hat in der That alles Intereſſe, daß ihr Sohn nicht gerettet wird... Aber wird ſie denn jede Ergebenheit, auf die wir zäh⸗ len, beſtechen? Das iſt wieder ein Seitenſtück zu ihrem 'Hopital! Wie hintergeht ſie uns doch!

Maria Stuart überließ indeſſen den Cardinal ſeinen Betrachtungen über das, was vorgefallen war, und