Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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ſtich! Ich habe nur noch leidend geſchlafen. Ah! es iſt vorbei mit mir, es iſt vorbei!“

„Sagt das nicht! ſagt das nicht!“ erwiederte Ma⸗ ria, ihre Thränen bemeiſternd.

„Das Gedächtniß entgeht mir,“ ſprach Franz.„Habe ich die heiligen Sacramente empfangen? Ich will ſie ſo bald als möglich haben.“

„Quält Euch nicht, theurer Sir, alle Eure Pflich⸗ ten ſind erfüllt.“

„Ich will meinen Beichtvater, Herrn von Brichan⸗ teau, ſehen.“

„Sogleich wird er bei Euch ſein.“

„Spricht man wenigſtens Gebete für mich?“ fragte der König.

„Ich habe ſeit geſtern morgen beinahe nicht auf⸗ gehört.“. „Arme, liehe Maria. Und wo iſt Chapelain?“

„Hier im nächſten Zimmer, bereit, auf Euren Ruf zu erſcheinen. Eure Mutter und mein Oheim der Car⸗ dinal ſind auch da: wollt Ihr ſie ſehen?“

ein, nein, Du allein ſollſt bei mir ſein, Maria!“ ſprach der Sterbende.„Wende Dich ein wenig auf dieſe Seite... daß ich Dich noch einmal ſehe.“

„Muth gefaßt!“ ſagte Maria Stuart.„Gott iſt ſo gut, und ich bete ſo innig zu ihm!“

„Ich leide. Ich ſehe nicht mehr, ich hore kaum

mehr. Deine Hand, Maria.“

„Hier! ſtützt Euch auf mich,“ ſprach Maria, indem ſie den kleinen bleichen Kopf ihres Gatten auf ihre Schulter legte.

„Meine Seele Gott! mein Herz Dir, Maria! Im⸗ mer! Ach! ach! mit ſiebenzehn Jahren ſterben!“

„Nein! nein! Ihr werdet nicht ſterben!“ rief Ma⸗ ria.„Was haben wir dem Himmel gethan, daß er uns beſtrafen ſollte!“

„Weine nicht, Maria. Oben werden wir wieder⸗ vereinigt ſein. Ich beklage auf dieſer Welt nur Deinen