Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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„Nichts vermöchte dieſes auvergniſche Maulthier zu bewegen,“ ſprach der Cardinal.„Mein Bruder hat übrigens erklärt, er wolle ſich in keiner Hinſicht in dieſe Angelegenheit miſchen.“ 2

„Das wird ſehr ärgerlich,“ ſagte Catharina von Medicis entzückt.

„Es gibt indeſſen ein Mittel, durch das wir uns aller Kanzler der Welt überheben könnten,“ ſprach der Cardinal.

„Iſt es möglich! welches Mittel iſt das?“ rief die Königin Mutter unruhig.

„Wenn wir den Spruch durch den König unter⸗ zeichnen ließen,“ erwiederte der Cardinal.

„Durch den König!“ wiederholte Catharina.„Könnte das ſein? Hat der König dieſes Recht?“

„Ja,“ ſprach der Cardinal,„wir haben es ſchon einmal ſo gemacht, und zwar in derſelben Angelegenheit, auf den Rath der beſten Geſetzkundigen, als man ertlärte, es würde ungeachtet der Weigerung des Prin⸗ zen, zu antworten, zum Urtheil geſchritten werden.“

„Aber was wird der Kanzler ſagen?“ rief Catha⸗ rina wahrhaft beängſtigt.

„Er wird murren wie gewöhnlich,“ antwortete ruhig Karl von Lothringen,„er wird die Siegel zurückzugeben drohen..

„Und wenn er ſie wirklich zurückgibt?“

„Ein doppelter Vortheil! Wir werden von dem unbequemſten Tadler befreit ſein,“ ſagte der Cardinal.

„Und wann ſollte dieſer Spruch nach Eurem Wunſch unterzeichnet werden?“ fragte Catharina nach einer Pauſe.

„In dieſer Nacht, Madame.“

„Und wann würdet Ihr ihn vollſtrecken laſſen?“

„Morgen.“

Diesmal bebte die Königin.

„In dieſer Nacht! morgen! Ihr denkt nicht daran 2 ſagte ſie.„Der König iſt zu krank, zu ſchwach, ſein