Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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nung auf Warnung zu und rieth ihnen fortwährend ab⸗ ſich ihren Feinden in die Hände zu geben. Doch ihre Pflicht rief ſie, und der Cardinal von Lothringen ver⸗ ihnen das Wort des Königs für ihre Sicher⸗ heit.

Sie kamen nach Orleans.

Am Tage ihrer Ankunft wurde Anton von Bourbon in ein Haus der Stadt verwieſen, wo man ihn auf's Schärfſte bewachte, und der Prinz von Condé wurde in ein Gefängniß geworfen.

Dann machte eine außerordentliche Commiſſion dem Prinzen den Prozeß und verurtheilte auf Antrieb der Guiſen in Orleans denjenigen zum Tod, für deſſeu Unſchuld ſich in Amboiſe der Herzog von Guiſe au ſein Schwert verbürgt hatte.

Zum Vollzug des Spruches fehlten nur noch ein paar Unterſchriften, welche der Kanzler l'Hopital zu⸗ rückhielt.

So ſtanden am Abend des 4. December die Dinge für die Partei der Guiſen, deren Arm der Balafre, de⸗ ren Kopf der Cardinal, und für die Partei der Bour⸗ bonen, deren geheime Seele Catharina von Medicis war.

Alles hing für die Einen und für die Andern vom verſcheidenden Hauche des gekrönten Jünglings ab.

Konnte Franz II. nur noch einige Tage leben, ſo war der Prinz von Condeé hingerichtet, der König von Navarra durch Zufall in irgend einem Streit getödtet und Catharina von Medicis nach Florenz verbannt. Durch die Stände waren die Guiſen Herren und im Nothfall Könige.

Starb im Gegentheil der junge König, ehe ſich ſeine Oheime ihrer Feinde entledigt hatten, ſo begann der Kampf wieder mit eher ungleichen, als günſtigen Chancen für ſie.

Was alſo Catharina von Medieis und Karl von Lothringen voll Angſt in dieſer kalten Nacht des 4. De⸗ cember in dem Zimmer des Amthauſes von Orleans