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„Gleichviel,“ erwiederte Diana.„Ich werde nicht einen Tag länger in dieſer furchtbaren Beklemmung ausharren! Sagt mir, Gabriel, habt Ihr endlich die Ueberzeugung erhalten, daß ich wirklich Eure Schwe⸗ ſter bin? oder habt Ihr ganz und gar jede Hoffnung verloren, die Wahrheit über dieſes ſeltſame Geheimniß zu erfahren? Antwortet mir, ich bitte Euch, ich flehe Euch an.“
„Ich werde antworten,“ ſprach Gabriel traurig. „Diana, ein ſpaniſches Sprichwort ſagt, man müſſe immer auf das Schlimmſte gefaßt ſein. Ich habe mich daher ſeit unſerer Trennung daran gewöhnt, Euch in meinem Geiſte als meine Schweſter zu betrachten. Doch der Wahrheit gemäß muß ich ſagen, daß ich keine neuen Beweiſe erlangt habe. Nur habe ich, wie Ihr bemerktet, keine Hoffnung, kein Mittel mehr, ſolche zu erlangen.“
„Gott des Himmels!“ rief Diana.„Der„der⸗ jenige, welcher dieſe Beweiſe liefern ſollte, lebte er nicht mehr bei Eurer Rückkehr von Calais?“
„Er lebte noch, Diana.“
„Dann ſehe ich, daß man Euch das heilige Ver⸗
ſprechen, welches man Euch geleiſtet, nicht gehalten hat. Doch wer hat mir denn geſagt, der König habe Euch vortrefflich aufgenommen?“
„Man hat ſtrenge Alles gehalten, was man mir verſprach, Diang.“
„Oh! Gabriel, mit welch einer finſteren Miene ſagt Ihr mir das? Heilige Mutter Gottes, was für ein ſchreckliches Räthſel ſteckt hierunter?“
„Ihr habt es verlangt, Ihr ſollt Alles erfahren,“ erwiederte Gabriel.„Ihr ſollt bis zum Ende die Hälfte meines furchtbaren Geheimniſſes tragen. Es iſt mir auch lieb, zu ſehen, was Ihr von meiner Offenbarung denken werdet, ob Ihr, nachdem Ihr ſie vernommen,
hei Eurer Milde verharren, und ob Eure Miene, Euer
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