Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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Tage, wie ich ihr einen zu machen gedenke, wie ich ihn heute, wie ich ihn ſogleich machen werde.“

Und er rief, um ſeine Kleider wechſeln zu laſſen.

„Aber, gnädiger Herr,“ ſprach die arme Aloyſe, die ihre Gründe erſchöpft hatte,„Ihr ſelbſt vermiedet bis jetzt den Lvuvre, Frau von Caſtro hat es bemerkt. Ihr wolltet ſie nicht ein einziges Mal ſeit ihrer Rück⸗ kehr beſuchen.“

„Ich beſuchte Frau von Caſtro nicht, da ſie mich nicht rief,“ antwortete Gabriel.„Ich vermied den Louvre, ſo lange ich keinen Beweggrund hatte, dahin zu gehen; doch heute, ohne daß meine Thätigkeit in irgend einer Hinſicht vermittelt hat, fordert mich etwas Unwiderſtehliches auf, Frau von Caſtro wünſcht mich zu ſehen. Ich habe geſchworen, Aloyſe, meinen Willen in mir ſchlummern, ſtets aber das Geſchick und Gott walten zu laſſen, und ich begebe mich auf der Stelle in den Louvre.“

So ſollte der Schritt von Diana das Gegentheil von dem, was ſie gewünſcht hatte, zur Folge haben.

VI.

Die Unblugheit der Vorſicht.

Gabriel drang ohne Widerſtand in den Louvre. Seit der Einnahme von Calais war der Name des jungen Grafen von Montgommery zu oft ausgeſprochen worden, als daß man hätte daran denken ſollen, ihm den Eintritt in die Gemächer von Frau von Caſtro zu verwehren.