Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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Gabriel kehrte erſt nach Hauſe zurück, als der Tag weit vorgerückt war.

Es herrſchte an dieſem Tage eine große Hitze. Er Suznüde am Körper, aber noch viel mehr müde am

eiſt.

Doch als Aloyſe den Namen von Diana nannte, und ihm ihren Beſuch mittheilte, richtete er ſich auf, belebte er ſich wieder, ganz zitternd und bebend.

2„Was wollte ſie? Was hat ſie geſagt?.. Was hat ſie gemacht?. Oh! warum war ich nicht da! Doch ſprich, ſage mir Alles, Aloyſe, alle ihre

Worte, alle ihre Geberden.“

Nun war die Reihe an ihm, gierig die Amme zu befragen, wobei er ihr kaum Zeit zum Antworten ließ.

„Sie will mich ſehen?2“ rief er.„Sie hat mir etwas zu ſagen? Doch ſie weiß nicht, wann ſie wie⸗ derkommen kann? Oh! Du begreifſt, ich kann nicht

in dieſer Ungewißheit warten, Aloyſe. Ich will ſogleich in den Louvre gehen.“

„In den Louvre, Jeſus!“ rief die Amme ganz er⸗ ſchrocken.

„Ei! ganz gewiß,“ antwortete Gabriel ruhig.„Ich denke, ich bin nicht aus dem Louvre verbannt und dem⸗ jenigen, welcher in Calais Frau von Caſtro befreit hat, ſteht wohl das Recht zu, ihr in Paris ſeine Hul⸗ digung darzubringen.“

„Sicherlich,“ ſagte Aloyſe ganz zitternd.„Doch Frau von Caſtro hat beſonders empfohlen, Ihr möget ſie nicht im Louvre beſuchen.“

„Sollte ich etwas dort zu befürchten haben?“ ent⸗ gegnete Gabriel mit ſtolzem Tone.„Das wäre ein Grund mehr, dahin zu gehen.“

„Nein,“ ſagte die Amme;„Frau von Caſtro be⸗ fürchtet wahrſcheinlich ihretwegen.“

„Ihr Ruf hätte noch viel mehr bei einem gehei⸗ men, verſtohlenen Schritt zu leiden, wenn er entdeckt würde, als bei einem öffentlichen Beſuche am hellen