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Selbſt unter den ſchmerzlichſten Mittheilungen und Bekenntniſſen geht eine Stunde ſchnell vorüber. Diana und Aloyſe bebten ganz erſtaunt, als ſie André an die Thüre klopfen hörten.
„Wiel ſchon?“ riefen ſie gleichzeitig.
Oh! das iſt ſchlimm,“ ſagte Diana,„doch ich werde noch ein Viertelſtündchen bleiben.“
„Madame, nehmt Euch in Acht,“ entgegnete die Amme.
„Du haſt Recht, Amme, ich muß, ich will gehen. Noch ein Wort: bei Allem, was Du mir von Gabriel geſagt, haſt Du es unterlaſſen, wie mir ſcheint.. kurz, ſpricht er denn nie von mir?“
„Nie, Madame, ich geſtehe es.“
„Oh! er thut wohl daran!“ ſagte Diana mit einem Seufzer.
„Und er würde noch beſſer daran thun, auch nie
an Euch zu denken.“
„Du glaubſt alſo, daß er an mich denkt, Amme?“
fragte raſch Frau von Caſtro.
„Ich bin deſſen nur zu ſicher, gnädige Frau.“
„Er meidet mich jedoch ſorgfältig, er meidet den Louvre.“
„Wenn er den Louvre meidet, Madame,“ ent⸗ gegnete Alohſe den Kopf ſchüttelnd,„ſo geſchieht es nicht wegen des Gegenſtandes, den er liebt.“
„Ich verſtehe,“ dachte Diana ſchauernd,„es ge⸗ ſchieht wegen des Gegenſtandes, den er haßt. Oh!.. 6 ſie laut,„ich muß ihn ſehen, es muß durchaus ein.“
„Gnädige Frau, ſoll ich ihm in Eurem Auftrag ſagen, er möge Euch im Louvre aufſuchen?“
„Nein! nein! nicht im Louvre,“ verſetzte Diana voll Schrecken;„er komme nicht in den Louvre! Ich werde ſehen, ich werde eine Gelegenheit erlauern, wie
die von dieſem Morgen. Ich werde wieder hierher
kommen.“


