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„Wie ſoll man das machen?“ verſetzte Diana,„ich befürchte die Schwäche von uns Beiden.“
„Geben wir einer dritten Perſon den harten Auf⸗ trag,“ ſagte Aloyſe.
„Gut!„André.“
Der Page, der in einem anſtoßenden Zimmer ge⸗ blieben war, verſprach, an die Thüre zu klopfen, wenn eine Stunde abgelaufen wäre.
„Und nun,“ ſagte Diana, während ſie ſich wieder zu der Amme ſetzte,„und nun laß uns nach unſerer Bequemlichkeit und ruhig, wenn auch leider nicht fröh⸗ lich, ſprechen.“
Doch dieſe Unterredung bot für die zwei betrübten Frauen viel Bitteres und viele Schwierigkeiten.
Vor Allem wußte keine von Beiden genau, wie weit die Andere in die furchtbaren Geheimniſſe des Hau⸗ ſes Montgommery eingeweiht war.
Dann gab es in dem, was Aloyſe von dem vor⸗ hergehenden Leben ihres jungen Gebieters wußte, ſo viele beunruhigende Lücken, die ſie zu deuten für ſich ſelbſt bange hatte. Auf welche Weiſe ſollte ſie ſeine Abweſenheit, ſeine plötzlichen Rückkehren, ſeine häufige Unruhe und ſein Stillſchweigen ſogar erklären?
Dann ſagte die Amme Diana Alles, was ſie wußte, Alles, was ſie wenigſtens ſah, und Diana, welche auf die Amme horchte, fand ohne Zweifel eine große Wonne darin, von Gabriel ſprechen zu hören, aber auch einen großen Schmerz, ſo traurig von ihm ſprechen zu hören.
In der That, die Mittheilungen von Aloyſe waren nicht geeignet, die Herzensangſt von Frau von Caſtro zu beſchwichtigen, ſie vermehrten ſie eher, und dieſer le⸗ bendige Zenge der Zerriſſenheit und der Ohnmacht des jungen Mannes vergegenwärtigte Diana gleichſam alle Qualen dieſes unſelig bewegten Lebens.
Diana konnte ſich immer mehr überzeugen, daß es, wenn ſie diejenigen, welche ſie liebte, retten wollte,
die höchſte Zeit war, ins Mittel zu treten.


