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„Wie? Erklärt Euch!“
„Gnädigſter Herr, die auswärtigen Fürſten fürchten Euch, das Volk liebt Euch, die Armee iſt Euch ganz und gar ergeben. Ihr ſeid ſchon mehr König in Frank⸗ reich, als der König. Ihr ſeid König durch das Genie, er iſt es nur durch die Krone. Wagt es, als Herr zu ſprechen, und Alle werden Euch als Unterthanen hören. Wird Heinrich II. ſtärker ſein in ſeinem Louvre, als Ihr in Eurem Lager? Derjenige, welcher mit Euch ſpricht, wäre glücklich und ſtolz, Euch zuerſt: Eure Majeſtät, zu nennen.“
„Das iſt in der That ein verwegener Plan,“ ſagte der Herzog von Guiſe.
Doch er ſah nicht ſehr aufgebracht aus. Er lä⸗ chelte ſogar unter ſeinem geheuchelten Erſtaunen.
„Ich bringe einen verwegenen Plan einer außer⸗ ordentlichen Seele,“ fuhr Gabriel mit feſtem Tone fort. „Ich ſpreche für das Wohl von Frankreich: es braucht einen großen Mann als König. Iſt es nicht unſelig, daß allen Euren Ideen der Größe und der Eroberung ſchmählich durch die Laune einer Courtiſane und durch die Eiferſucht eines Günſtlings Feſſeln angelegt werden? Wenn Ihr einmal frei und Meiſter wäret, wo würde Euer Genie Halt machen? Ihr würdet Karl den Gro⸗ ßen erneuern!“ 4
„Ihr wißt, daß das Haus Lothringen von ihm abſtammt!“ rief raſch der Balafré.
„Niemand zweifelt daran, wenn man Euch handeln ſieht. Seid Eurerſeits für die Valvis ein Hugo Capet.“
„Ja, aber wenn ich nur ein Connetable von Bour⸗ bon wäre?“
„Ihr verleumdet Euch, gnädigſter Herr. Der Con⸗ netable von Bourbon rief die Fremden, die Feinde zu Hülfe. Ihr würdet Euch nur der Kräfte des Vater⸗ landes bedienen.“.
„Aher dieſe Kräfte, über die ich Eurer Anſicht nach 4 verfügen könnte, wo ſind ſie?“ fragte der Balafré.
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