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abermal bläſt, da komme man wieder und flehe mich an, und beſchwöre mich, und nenne mich den Retter des Vaterlandes! ich werde ſie zu ihrem Connetable ſchicken. Dieſer rette ſie, wenn er kann! Es iſt ſein Geſchäft und die Pflicht ſeines Amtes Ich, was mich betrifft, nehme, da ſie mich zum Müßiggang verurtheilen, den Spruch an und ruhe bis auf beſſere Zeiten.“ Nach einer Pauſe erwiederte Gabriel mit ernſtem
e: „Dieſer Eniſchluß von Eurer Seite iſt ärgerlich, gnädigſter Herr, und ich beklage ihn; denn ich kam ge⸗ rade, um Euch einen Vorſchlag zu machen.“ 6
„Unnütz, Freund, unnütz!“ verſetzte der Balafré, „mein Entſchluß iſt gefaßt. Der Friede, ich wiederhole es Euch und Ihr wißt es wohl, benimmt uns auch jeden Vorwand, uns Ruhm zu erwerben.“
„Verzeiht, gnädigſter Herr,“ entgegnete Gabriel, „es iſt gerade der Friede, was meinen Vorſchlag aus⸗ führbar macht.“
„Wahrhaftig?“ rief Franz von Lothringen in Ver⸗ ſuchung geführt.„Iſt es etwas Kühnes wie die Be⸗ lagerung von Calais?“
„Es iſt etwas noch Kühneres, Monſeigneur.“
„Wie ſo?“ fragte erſtaunt der Herzog von Guiſe. „Ich muß geſtehen, Ihr erregt meine Neugierde unge⸗ mein.“
„Ihr erlaubt mir alſo, zu ſprechen?“
„Ganz gewiß, ich bitte Euch darum.“
„Wir ſind wohl allein hier?“
„Ganz allein, keine lebende Seele hört uns.“
„Nun wohl, gnädigſter Herr,“ ſprach Gabriel ent⸗ ſchloſſen,„hört, was ich Euch zu ſagen habe. Dieſer König, dieſer Connetable wollen ſich Eurer überheben; überhebt Euch ihrer! Sie haben Euch den Titel eines General⸗Lieutenant des Königreichs entzogen, nehmt ihn wieder an!“
Die beiden Dianen. W. 4


