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Guiſe fort.„Hat das Volk Recht, wenn es von Lie⸗ bestränken und Zaubermitteln ſpricht? Ich denke, es gibt zwiſchen ihnen ein ſtärkeres Band, als die Liebe. Es muß nicht allein die Leidenſchaft ſein, was ſie an einander feſſelt, ſondern das Verbrechen. Ich würde ſchwören, unter ihren Erinnerungen finde ſich ein ſchwe⸗ rer Gewiſſensbiß. Es ſind nicht nur Liebende, es ſind Schuldgenoſſen“
Der Graf von Montgommery ſchauerte vom Schei⸗ tel bis zu den Zehen.
laubt Ihr das nicht auch, Gabriel?“ fragte ihn der Balafré.
„Ja, ich glaube es, Monſeigneur,“ antwortete Ga⸗ briel mit erſtickter Stimme.
„Und wißt Ihr,“ ſagte der Herzog von Guiſe, „wißt Ihr, was ich zum Uebermaß der Demüthigung außer dem ungeheuerlichen Vertrag von Cateau⸗Cam⸗ bréſis als Lohn gefunden habe, als ich von der Armee zurückfam? Die unmittelbare Zurücknahme der mir ver⸗ liehenen Würde eines General⸗Lieutenant des König⸗ reichs. Dieſe außerordentlichen Functionen würden in Friedenszeiten unnütz, ſagte man mir. Und ohne mich davon in Kenntniß zu ſetzen, ohne mir zu danken, ſtrich man mir dieſen Titel, wie man ein altes Ge⸗ S das zu nichts mehr dient, in die Rumpelkammer wirft.“
„Iſt es möglich? Man hat nicht mehr Rückſich⸗ ten gegen Euch gehabt?“ verſetzte Gabriel, der das Feuer dieſer von Zorn entbrannten Seele ſchüren wollte.
„Wozu mehr Rückſichten für einen überflüſſigen Diener?“ ſprach der Herzog mit den Zähnen knirſchend. „Bei Herrn von Montmorenchy iſt es etwas Anderes. Er iſt Connetable geblieben. Das iſt eine Ehrenſtelle,
die man nicht mehr zurücknimmt, und die er durch
vierzig Jahre der Niederlagen wohl verdient hat.„ Beim Kreuz von Lothringen! wenn der Kriegswind
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