Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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aus; und das iſt, unter uns geſagt, auch eines von den Dingen, die man geſucht hat.“

„Doch Ihr ſeid darum nicht minder mächtig, ſelbſt in dieſer Ruhe, gnädigſter Herr,“ entgegnete Gabriel. „Der Hof achtet Euch, das Volk betet Euch an, die Fremden fürchten Euch.“

„Ja, ich glaube, daß ich im Innern geliebt und auswärts gefürchtet bin,“ ſprach der Balafré;„doch Freund, ſagt nicht, man achte mich im Louvre. Wäh⸗ rend man öffentlich die ſicheren Reſultate unſerer Siege vernichtete, untergrub man auch meinen Privateihfluß. Als ich von dorther zurückkam, wen fand ich mehr als je in Gunſt? Den frechen Beſiegten von Saint-Lau⸗ rent, den Montmoreney, den ich verabſcheue!“ ſicherlich nicht mehr, als ich,“ ſprach Ga⸗

riel.

„Durch ihn und für ihn iſt der Friede, über den wir Alle erröthen, geſchloſſen worden. Er begnügte ſich nicht damit, meine Anſtrengungen minder wirkſam zu machen; abermals wußte er in dem Vertrag für ſeine eigenen Intereſſen zu ſorgen, und er ließ ſich zum zwei⸗ ten oder dritten Mal ſein Löſegeld von Saint-Laurent zurückbezahlen. Er ſpeculirt ſogar auf ſeine Nieder⸗ lage und ſeine Schande.“

„Iſt das der Nebenbuhler, den der Herzog von Guiſe annimmt!“ verſetzte Gabriel mit einem verächt⸗ lichen Lächeln.

„Er bebt darob, Freund, doch Ihr ſeht wohl, daß man ihm dieſen Menſchen voranſetzt! Ihr ſeht, daß der Connetable durch irgend etwas beſchützt wird, was ſtär⸗ ker iſt, als der Ruhm, durch irgend Jemand, der mäch⸗ tiger iſt, als der König ſelbſt! Ihr ſeht, daß meine Dienſte nie denen von Frau Diana von Poitiers gleich⸗ kommen werden, die der Blitz erſchlagen möge.“

„Oh! Gott höre Euch,“ murmelte Gabriel.

„Aber was hat denn dieſe Frau dem König ange⸗ than? Wißt Ihr es, Freund?“ fuhr der Herzog von