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„Zwei Parteien bieten ſich Euch.“
„Welche? Denn ich laſſe Euch in der That ſpre⸗ chen, als ob dies Alles nicht eine Chimäre wäre. Welche Parteien ſind dies?“
„Die Armee und die Reform, Monſeigneur,“ aut⸗ wortete Gabriel.„Ihr könnt vor Allem ein Militär⸗ chef ſein.“
„Ein Uſurpator!“ verſetzte der Balafré.
„Sagt ein Eroberer! Doch wenn Ihr lieber wollt, gnädigſter Herr, ſeid der König der Hugenotten.“
„Und der Prinz von Condé?“ entgegnete lächelnd der Herzog von Guiſe.
„Er hat den Reiz und die Gewandtheit, doch Ihr habt die Größe und den Glanz. Glaubt Ihr, Calvin würde zwiſchen Euch Beiden zögern? Man muß doch geſtehen, daß es der Sohn des Böttchers von Noyon iſt, der über ſeine Partei verfügt. Sprecht ein Wort, und morgen ſtehen dreißigtauſend Reformirte zu Euren
Befehlen.“
„Aber ich bin ein katholiſcher Fürſt, Gabriel.“ „Die Religion der Männer wie Ihr, gnädigſter
Herr, iſt der Ruhm.“
„Ich würde mich mit Rom entzweien.“
„Das wird ein Vorwand ſein, um es zu erobern.“
„Freund, Freund,“ ſagte der Herzog von Guiſe, Wre er Gabriel feſt anſchaute,„Ihr haßt Heinrich I. ehr.“
„Eben ſo ſehr, als ich Euch liebe, gnädigſter Herr,“ der junge Mann mit einer edlen Offenher⸗ zigkeit.
„Ich liebe die Aufrichtigkeit, Gabriel,“ erwiederte der Balafré mit ernſtem Ton,„und um es Euch zu be⸗ weiſen, will ich meinerſeits auch ganz offenherzig mit Euch ſprechen.“
„Und mein Herz wird ſich für immer über Eurem Geſtändniß ſchließen.“
„Hört alſo,“ ſagte Franz von Lothringen;„ich
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