Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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ungewohnten Saales ließ uns von Anfang unbeſtimmt ein außerordentliches Ereigniß ahnen.

„Doch der Präſident Gilles Lemaitre eröffnete die Sitzung wie gewöhnlich und nichts ſchien die Befürch⸗ tungen von Einigen von uns zu rechtfertigen.

„Man nahm die am vorhergehenden Mittwoch in Anregung gebrachte Frage wieder auf. Antoine Fumée, Paul de Foir und Euſtache de la Porte ſprachen hin⸗ ter einander zu Gunſten der Duldſamkeit, und ihre feurigen, feſten Reden ſchienen einen lebhaften Eindruck auf die Mehrzahl hervorgebracht zu haben.

„Euſtache de la Porte hatte ſich eben unter einem allgemeinen Beifallsſturme geſetzt und Henry Dufaur nahm das Wort, um die noch zögernden Stimmen zu gewinnen, als ſich plötzlich die große Thüre öffnete und der Huiſſier des Parlaments kaut ausrief:„„Der König.““

„Der Präſident ſchien durchaus nicht erſtaunt; er ſtieg eilig von ſeinem Sitze herab, um dem König entgegen zu gehen. Alle Räthe erhoben ſich in Unord⸗ nung, die Einen ganz verwundert, die Andern ſehr ruhig, und als ob ſie das, was kam, erwarteten.

„Der König trat begleitet vom Cardinal von Lothringen und vom Cunnetable ein.

„„Ich komme nicht, um Eure Arbeiten zu ſtören,

mneine Herren vom Parlament,““ ſprach er zuerſt;„ich

komme, um ſie zu unterſtützen.““

„Und nach einigen unbedeutenden Complimenten endigte er mit den Worten:

„„Der Frieden iſt mit Spanien geſchloſſen; doch bei Gelegenheit der Kriege find arge Ketzereien vorge⸗ fallen, die ſich auch in dieſes Königreich eingeſchlichen haben. Warum habt Ihr nicht gegen die Lutheraner ein Ediet beſtätigt, das ich von Euch verlangte? Doch ich wiederhole, fahrt frei in meiner Gegenwart in den von Euch begonnenen Berathungen fort.““

„Henry Dufaur, der das Wort hatte, nahm es