Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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„Ich danke für dieſes Vertrauen,“ ſagte Gabriel gerührt;„Ihr werdet es nicht bereuen.“

„Tretet mit mir ein, und bleibt an meiner Seite,“ ſprach la Renaudie:„ch werde Euch nach und nach die Namen von denjenigen unſerer Brüder ſagen, welche Ihr noch nicht kennt; das Uebrige werdet Ihr ſelbſt beurtheilen, kommt.“

Er nahm Gabriel bei der Hand, drückte an eine Feder der Geheimthüre und trat mit ihm in einen großen langen Saal, wo ungefähr zweihundert Per⸗ ſonen verſammelt waren.

Einige da und dort zerſtreute Kerzen beleuchteten nur halb die beweglichen Gruppen. Im Uebrigen fan⸗ den ſich weder Geräthſchaften, noch Tapeten, noch Bänke; ein plumper Stuhl von Holz, für den Geiſtlichen oder Redner, war Alles.

Die Gegenwart von etwa zwanzig Frauen erklärte, rechtfertigte aber keines Wegs(bemerken wir dies ſo⸗ gleich) die Verleumdungen, zu denen unter den Katho⸗ liken die nächtlichen und geheimen Zuſammenkünfte der Reformirten Anlaß gaben.

Niemand bemerkte den Eintritt von Gabriel und

ſeinem Führer. Aller Augen und Aller Gedanken wa⸗

ren in dieſem Augenblick auf denjenigen gerichtet, wel⸗

cher die Tribune einnahm, ein Religionär mit trau⸗ riger Stirne und ernſtem Wort.

La Renaudie nannte ihn Gabriel.

„Es iſt der Rath im Parlament, Nicolas Duval,“ ſagte er leiſe zu ihm.„Er hat ſo eben die Erzählung deſſen angefangen, was bei den Auguſtinern vorgefallen iſt. Hört.“

Gabriel horchte.

„Unſer gewöhnlicher Saal im Palaſte,“ fuhr der

Redner fort,„war von den Vorkehrungen zu den Hoch⸗

zeitsfeſten der Prinzeſſin Eliſabeth eingenommen; wir

hielten proviſoriſch zum erſten Mal unſere Sitzung bei den Auguſtinern, und, ich weiß nicht, der Anblick dieſes

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