Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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20 er zurückkam, ſchloß er ſich Stunden lang in der Gruft ein, wohin unbekannte Todtengräber nächtlicher Weile verſtohlen den Leichnam ſeines Vater gebracht atten.

Gabriel fand ein finſteres Vergnügen daran, ſo zu dem Tage der Verletzung zurückzukehren und ſeinen Muth mit ſeinem Zorn zu unterhalten.

Wenn er die ſchwarzen Mauern des Chatelet ſah, wenn er beſonders das marmorne Grab wiederſah, wo die Leiden eines ſo edlen Lebens geendigt hatten, trat der furchtbare Morgen, an dem er ſeinem ermordeten Vater die Augen geſchloſſen, mit allen ſeinen Schauern wieder vor ihn.

Dann zogen ſich ſeine Fäuſte krampfhaft zuſam⸗ men, dann ſträubten ſich ſeine Haare, dann ſchwoll ſeine Bruſt an, und er ging aus dieſer gräßlichen Be⸗ ſchauung mit einem ganz neuen Haſſe hervor.

In ſolchen Augenblicken beklagte es Gabriel, daß er ſeine Rache in das Schlepptau der Ereigniſſe geſtellt hatte; das Warten wurde ihm unerträglich.

Während er ſo ungeduldig wartete, waren die Mör⸗

der ſiegreich und freudig! Dieſer König thronte fried⸗ lich in ſeinem Louvre! Dieſer Connetable bereicherte ſich durch das Elend des Volkes! Dieſe Diana von Poitiers berauſchte ſich in ihren ſchändlichen Liebſchaf⸗

ten!

Dies konnte nicht ſo fortdauern! Schlief der Blitz Gottes, zitterten die Unterdrückten in ihrem Schmerz, ſo würde Gabriel ohne Gott und ohne die Menſchen handeln, oder er würde vielmehr das Werkzeug ſowohl der göttlichen Gerechtigkeit, als des menſchlichen Haſſes werden. Hiebei fuhr er mit einer unwiderſtehlichen Bewe⸗ gung nach dem Griffe ſeines Schwertes; er machte ei⸗ nen Schritt, um hinauszueilen.

Doch ſein erſchrockenes Gewiſſen erinnerte ihn dann wieder an den Brief von Diang von Caſtro, geſchrie⸗

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