Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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Stube von Calvin. Die Theorien von Ambroiſe Paré kämen uns heute nicht mehr ſo kühn vor, und Ihr ſeht überdies, daß man uns zu den äußerſten Entſchließun⸗ gen antreibt.“

„Dann werde ich vielleicht früher zu den Eurigen

gehören, als ich dachte,“ ſagte Gabriel lebhaft.

„Das gefällt mir!“ rief la Renaudie.

„Nach welcher Seite muß ich meine Augen rich⸗ ten?“ fragte Gabriel.

„Nach dem Parlament,“ antwortete der Baron. „Dort wird ſich der Kampf über die Frage entſpinnen. Die evangeliſche Partei zählt darin eine furchtbare Mi⸗ norität, Anne Dubourg, Henri Dufaur, Nicolas Du⸗ val, Euſtache de la Porte und zwanzig Andere. Auf den Mereurialien*), welche den Vollzug der Verfol⸗ gungen gegen die Ketzer fordern, antworten dieſe Par⸗ teigänger des Calvinismus damit, daß ſie die Zuſam⸗ menkunft des Generaleconcils, fordern, welches nach den Worten der Decrete von Conſtanz und Baſel bei den Religionsangelegenheiten zu entſcheiden hat. Sie ha⸗ ben das Recht für ſich, deshalb wird man Gewalt ge⸗ gen ſie anwenden müſſen.“

„Das genügt.“

„Bleibt in Paris, in Eurem Hotel, vumit man Euch im Falle der Noth benachrichtigen kann,“ ſprach la Renaudie.

„Es koſtet mich Mühe, doch ich werde bleiben, vor⸗ ausgeſetzt, daß Ihr mich nicht zu lange ſchmachten laßt,“ erwiederte Gabriel;„Ihr habt, wie mir ſcheint, nun genug geſchrieben und geſprochen, und man müßte ausführen und handeln.“

„Das iſt auch meine Anſicht,“ verſetzte la Renau⸗ die.„Haltet Euch bereit und ſeid ruhig.“

6 Verſammlungen des franzöſiſchen Vei ments