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Ganz einem einzigen Gedanken hingegeben, erblickte die Seele des jungen Mannes den Ausgang noch nicht, den ſeine Rache erwartete.
Die einzige wichtige Thatſache, welche in der po⸗ litiſchen Welt während dieſer paar Monate vorging, war der Frieden von Cateau⸗Cambréſis.
Eiferfüchtig auf die Heldenthaten des Herzogs von Guiſe und die neuen Rechte, die ſein Nebenbuhler ſich täglich auf die Dankbarkeit der Nation und die Gunſt des Gebieters erwarb, hatte der Connetable von Mont⸗ morench endlich dieſen Frieden Heinrich Il. durch den mächtigen Einfluß von Diana von Poitiers entriſſen.
Der Vertrag wurde unterzeichnet am 3. April 1551. Obgleich im vollen Siege geſchloſſen, war er kaum für Frankreich vortheilhaft.
Es bewahrte die drei Bisthümer Metz, Toul und Verdun, mit ihren Grundgebieten. Es behielt Calais nur auf acht Jahre, und bezahlte achtmal hundert tauſend Goldthaler an England, wenn der Platz nicht innerhalb dieſes Zeitraums zurückgegeben war(doch dieſer Schlüſ⸗ ſel von Frankreich wurde nie zurückgegeben, und die achtmal hundert tauſend Goldthaler wurden nie bezahlt). Endlich kehrte Frankreich in den Beſitz von Saint⸗ Quentin und von Ham zurück, und behielt in Piemont vorläufig Turin und Pignerol.
Doch Philipp II. bekam in voller Souveränetät die befeſtigten Plätze Thionville, Marienburg, Hesdin. Er ließ Therouanne und Yvoy ſchleifen. Er ließ Bouillon
dem Biſchof von Lüttich, den Genueſern die Inſel Cor⸗
ſica, Philibert von Savoyen den größten Theil von Savoyen und von dem unter Franz l. eroberten Pie⸗ mont zurückgeben. Dann machte er ſeine Heirath mit Eliſabeth, der Tochter des Königs, und die des Her⸗
zogs von Savoyen mit der Prinzeſſin Margarethe zur
Bedingung. Dies waren für ihn ſo ungeheure Vor⸗ theile, daß ihn ſein Sieg am Saint⸗Laurent⸗Tage keine größere hatte hoffen laſſen.


