Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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Mühe dem Lebewohl und den Thränen von Martin⸗ Guerre und von Bertrande de Rolls, die dieſer geru⸗ fen hatte.

„Gott befohlen, mein guter Martin, mein treuer

Diener!“ ſprach er, während er beinahe mit Gewalt ſeine Hände von denen ſeines Stallmeiſters losmachte, der ſie ihm ſchluchzend küßte.„Ich muß ſcheiden, Gott befohlen, wir werden uns wiederſehen.“

„Lebet wohl, gnädiger Herr, und Gott beſchütze Euch! oh, er beſchütze Euch!“

Dies war Alles, was der arme Martin⸗Guerre ſagen konnte.

Und er ſah durch ſeine Thränen, wie ſein Herr und Wohlthäter wieder zu Pferde ſtieg und ſich in die Finſterniß vertiefte, welche dichter zu werden anfing und ihm bald den düſteren Reiter entzog, wie ſie ihm ſeit langer Zeit ſein Leben entzogen hatte.

M. Zwei Priefe.

Nach dieſem ſo ſchwierigen und ſo glücklich be⸗

endigten Prozeß verſchwand Gabriel abermals auf meh⸗ rere Monate, und er führte wieder ſein irrendes, un⸗ entſchiedenes, geheimnißvolles Leben. Man traf ihn wieder an zwanzig verſchiedenen Orten. Nichts⸗ deſtoweniger entfernte er ſich nie von der Umgegend von Paris oder vom Hof, indem er es im Schatten ſo einrichtete, daß er Alles ſah, ohne geſehen zu werden.

Er beobachtete die Ereigniſſe, doch dieſe Ereigniſſe nahmen ihren Verlauf durchaus nicht nach ſeinem Wunſch.