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gar zu dieſer Stunde. Welchen Dienſt hat er mir ge⸗ leiſtet! aus einer Tigerin hat er ein Lamm, aus einem Teufel einen Engel gemacht. Ich ernte die glück⸗ lichen Reſultate ſeiner rohen Manieren, ohne daß ich ſie mir vorzüwerfen habe. Allen geplagten Ehemän⸗ nern(und ihre Zahl iſt groß, wie man ſagt), wünſche ich nur einen Soſie, einen ſo überzeugenden Soſie, wie der meinige war. Kurz, gnädiger Herr, es iſt wahr, Arnauld du Thill hat mir viele Unannehmlichkeiten, viel Kummer bereitet; wird aber all dieſes Ungemach nicht mehr als ausgeglichen ſein, wenn er durch ſein kräftiges Syſtem mein häusliches Glück und die Ruhe meiner letzten Tage zu ſichern vermocht hat?“
„Das iſt gewiß,“ erwiederte lächelnd der junge Graf von Montgommery.
„Ich habe alſo Recht,“ ſchloß Martin heiter,„wenn ich, obgleich insgeheim, Arnauld ſegne, da ich zu dieſer Stunde die glücklichen Früchte ſeiner Wirkſamkeit ge⸗ nieße. Ich habe, wie Ihr wißt, gnädiger Herr, einige Philoſophie in meinem Charakter und ich nehme überall die gute Seite der Dinge. Man muß aber zugeſtehen, daß mir Arnauld in jeder Hinſicht mehr genützt, als geſchadet hat. Er war in der Zwiſchenzeit der Mann meiner Frau, doch er hat ſie mir ſanfter als einen Maitag zurückgegeben. Er hat mir momentan meine Habe und meine Freunde geſtohlen; doch ihm habe ich es zu danken, daß meine Habe vermehrt und meine Freundſchaften befeſtigt zu mir zurückgekehrt ſind. Er hat mich endlich harten Prüfungen, beſonders in Noyon und Calais, unterworfen; doch mein gegenwärtiges Le⸗ ben kommt mir darum nur um ſo angenehmer vor. Ich habe dieſen guten Arnauld nur zu loben, und ich lobe ihn.“
„Das iſt ein dankbares Herz,“ ſagte Gabriel.
„O!“ rief Martin⸗Guerre, wieder ſeinen Ernſt annehmend,„derjenige, welchen ich mit meiner ganzen Dankbarkeit, mit meiner ganzen Kindlichkeit verehren


