Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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ſtehen, die Dich als Kind und als jungen Menſchen ge⸗ ſehen haben?“

„Das iſt wahr, gnädiger Herr. Ich fühle mich behaglich, ſeit dem ich hier bin, einzig und allein, weil ich hier bin. Ich betrachte mit Freude und Rührung Häuſer, Bäume, Wege, die ein Fremder nicht einmal bemerken muß. Man athmet offenbar nur in der Luft gut, die am erſten Tage ſeines Lebens eingeathmet hat!“

„Und Deine Freunde, Martin?“ fragte Gabriel. „Ich komme, um mich ſelbſt aller Gegenſtände Deines Glückes zu verſichern. Haſt Du Deine Freunde wie⸗ dergefunden?“

„Ach! gnädiger Herr, einige waren geſtorben,“ ſagte Martin,„doch ich habe noch eine gute Anzahl von Jugendgeſpielen getroffen, und Alle lieben mich wie in der Vergangenheit. Auch ſie erkennen mit Freuden meine Aufrichtigkeit, mein freundſchaftliches Benehmen, meine Ergebenheit. Bei Gott! ſie ſchämen ſich, daß ſie mit mir Arnauld du Thill verwechfeln konnten, der ihnen, wie es ſcheint, Proben eines von dem meinigen ſehr verſchiedenen Charakters gegeben hatte. Einige derſelben hatten ſich ſogar mit dem falſchen Martin⸗ Guerre wegen ſeines ſchlimmen Benehmens entzweit. Man muß ſehen, wie ſtolz und zufrieden dieſe ſind! Kurz, ſie wetteifern, mich mit Beweiſen der Achtung und Zuneigung zu überhäufen, wahrſcheinlich um die ver⸗ lorne Zeit wieder einzubringen, und da wir gerade an den Gegenſtänden meiner Freunde ſind, gnädiger Herr, ſo muß ich Euch verſichern, daß dieſer ein gar ſüßer iſt.“

„Ich glaube Dir, mein guter Martin, ich glaube Dir,“ ſprach Gabriel.„Doch unter den verſchiedenen Zuneigungen, die Dich umgeben, erwähnſt Du nicht der Deiner Frau?“

„Ah! meiner Frau?“ verſetzte Martin⸗Guerre, indem er ſich mit verlegener Miene hinter dem Ohr kratzte.

„Allerdings, Deiner Frau,“ ſagte Gabriel unruhig.