ich, und da er zu leben hat, ſo ſchlägt er die unwür⸗ dige Erbſchaft ſeines Neffen aus. Die Gerichtskoſten ſind bezahlt und es wird folglich den Armen der Ge⸗ gend dieſer Reſt zukommen.“
„Aber da mußt Du nicht viel beſitzen, mein armer Martin?“ 1
„Verzeiht, gnädiger Herr,“ antwortete der Stall⸗ meiſter.„Man hat nicht ſo lange einem ſo großmüthi⸗ gen Herrn, wie Ihr ſeid, gedient, ohne daß etwas übrig geblieben iſt. Ich habe von Paris in meiner
Taſche eine ziemlich beträchtliche Summe mitgebracht.
Ueberdies beſaß die Familie von Bertrande Vermögen und hat ihr einiges Erbgut hinterlaſſen. Kurz, wir werden die Wohlhabenderen der Gegend ſein, wenn ich unſere bezahlt und unſere Wiedererſtattungen gemacht habe.“
„Unter dieſen Wiedererſtattungen, Martin, wirſt Du hoffentlich als von mir kommend nicht ausſchlagen, was Du, wenn es von Arnauld käme, ausſchlagen wür⸗ deſt. Ich bitte Dich, mein treuer Diener, zum Anden⸗ ken und als Belohnung die Summe zu behalten, von der Du ſagſt, ſie gehöre mir.“
„Wie, gnädiger Herr!“ rief Martin⸗Guerre,„mir ein Geſchenk von dieſer Größe!“
„Stille!“ erwiederte Gabriel,„glaubſt Du, ich wolle Deine Ergebenheit bezahlen? werde ich nicht immer Dein Schuldner ſein? Sei nicht ſtolz gegen mich, Mar⸗ tin, und ſprich mir nicht mehr hievon. Es iſt abge⸗ macht, daß Du das Wenige, was ich Dir biete, annimmſt, in der That minder Dir zu Liebe, als mir zu Liebe; denn Du bedarfſt, wie Du geſagt haſt, des Geldes nicht, um reich und geachtet in Deiner Heimath zu le⸗ ben, und das iſt es nicht, was Dein Glück bedeutend vermehren wird. Dein Glück, Du gibſt Dir vielleicht nicht getreulich Rechenſchaft davon, doch nicht wahr, es muß hauptſächlich in Deiner Rückkehr an die Orie be⸗
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