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heit und fragte den Präſidenten, ob es kein Mittel gebe, die Begnadigung von Arnauld du Thill zu er⸗ langen, welchem er ſeines Theils von ganzem Herzen die Vergangenheit verzeihe.
Aber man antwortete dem guten Martin-Guerre, der König allein habe das Recht, zu begnadigen; bei einem ſo erceptionellen und ſo auffallenden Verbrechen aber würde er ſicherlich die Gnade verweigern, wenn es ſelbſt das Gericht übernähme, ein Geſuch in dieſer Hinſicht an ihn einzureichen.
„Ja,“ murmelte Gabriel in ſeinem Geiſt,„ja, der König würde ſich weigern, zu begnadigen, und dennoch hätte er es für ſich ſelbſt ſo ſehr nöthig, daß ihm Gnade gewährt würde! Doch er hätte Recht, wenn er bliebe; keine Gnade! nie Gnade! Gerech⸗ tigkeit!“
Martin⸗Guerre dachte ohne Zweifel nicht wie ſein Herrz denn in dem Bedürfniß, das er fühlte, zu ver⸗
zeihen, öffnete er ſogleich der zerknirſchten, reumüthigen
Bertrande ſeine Arme.
Bertrande hatte nicht einmal nöthig, die Bitten und Verſprechungen zu wiederholen, welche ſie durch eine letzte, aber nützliche Täuſchung an den Fälſcher Arnauld du Thill, im Glauben, ſie ſpreche mit ihrem Manne, gerichtet hatte. Martin⸗Guerre ließ ihr nicht Zeit, abermals ihre Irrthümer und Schwächen zu be⸗ klagen. Er ſchnitt ihr kurz das Wort mit einem kräf⸗ tigen Kuß ab und führte ſie triumphirend und freudig in das kleine glückliche Haus in Artigues, das er ſo lange nicht mehr geſehen hatte.
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Vor eben demſelben Hauſe, das nun wieder in die Hände ſeines rechtmäßigen Eigenthümers übergegangen war, wurde an Arnauld du Thill, acht Tage nach ſei⸗ ner Verurtheilung, dem Spruche gemäß die Strafe vollzogen, die ſeine Verbrechen ſo gut verdient hatten. Von zwanzig Stunden in der Runde kam man


