Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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Erſtens, ehrenhafte Buße zu thun vor der Kirche

des Ortes Artigues auf den Knieen, im Hemd, bar⸗ haupt und mit bloßen Füßen, den Strang um den Hals

und eine brennende Wachskerze in den Händen;

Sodann, öffentlich Gott, den König und das Ge⸗ richt, ſowie die Eheleute Martin⸗Guerre und Bertrande de Rolls um Verzeihung zu bitten;

Wonach der genannte Arnauld du Thill dem Scharfrichter übergeben werden ſoll, welcher ihn durch die Straßen und an den gewöhnlichen Orten von Ar⸗ tigues umhergehen laſſen und, immer den Strang um den Hals, vor das Haus des genannten Martin⸗Guerre führen wird;

Schließlich ſoll genannter Arnauld du Thill an einen Galgen, der zu dieſem Behufe zu errichten iſt,

gehenkt und erdroſſelt und ſein Körper hernach ver⸗

brannt werden;* Dabei hat der Gerichtshof den genannten Martin⸗ Guerre und die genannte Bertrande de Rolls von je⸗ der Proredur freigeſprochen, und übergibt den genann⸗ ten Arnauld du Thill dem Richter von Artigues, um

gegenwärtigen Spruch nach Form und Inhalt in Voll⸗

zug zu bringen.

So gegeben im Gerichte zu Rieur, den zwölften Tag des Juni 1558

Arnauld hörte dieſen Spruch, den er vorhergeſehen, mit einer finſtern Miene an. Er wiederholte jedoch ſeine Geſtändniſſe, erkannte die Gerechtigkeit des Urtheils und offenbarte einige Reue.

„Ich flehe die Gnade Gottes und die Verzeihung der Menſchen an und bin geneigt, mich meiner Strafe als Chriſt zu unterziehen,“ ſagte er.

Martin⸗Guerre, der bei der Gerichtsſitzung gegen⸗ wärtig war, gab einen neuen Beweis von ſeiner Iden⸗ tität, indem er bei den vielleicht heuchleriſchen Worten ſeines Feindes in Thränen zerfloß.

Er überwand ſogar ſeine gewöhnliche Schüchtern⸗