Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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wenden muß, und daß man die n nur durch den Betrug beſiegen kann. Ihr habt mir indeſſen nichts zu thun übrig gelaſſen: Ihr habt Euch ſo ſehr beeilt, Eure eigene Sache zu verrathen, daß Eure Feigheit ganz allein in die Falle gegangen iſt.“

„In die Falle gegangen?“ wiederholte Arnauld. „Man hat alſo eine Falle geſtellt? Täuſcht Euch indeſſen nicht, gnädiger Herr, es iſt unleugbar Euer Martin, den Ihr in mir verlaßt!“

„Fahrt nicht länger fort, Arnauld du Thill,“ ent⸗ gegnete der Präſident.„Der Irrthum iſt von dem Tribunal combinirt und befohlen worden. Ihr ſeid ohne die Möglichkeit eines Umſchlags entlarvt, ſage ich Euch.“

„Doch da Ihr zugeſteht, daß ein Irrthum obge⸗ waltet habe,“ rief der unverſchämte Arnauld,„wer gibt Euch die Verſicherung, Herr Präſident, daß nicht auch ein Irrthum im Vollzug Eurer Befehle vorgefallen iſt?“

„Das Zeugniß der Wachen und der Gefangenwärter,“ antwortete der Präſident.

„Sie täuſchen ſich,“ ſagte Arnauld du Thill,„ich bin Martin-Guerre, der Stallmeiſter von Herrn von Montgommery; ich werde mich nicht ſo verurtheilen laſſen! Confrontirt mich mit Furem andern Gefangenen, und wenn wir neben einander ſtehen, wählt, unterſcheidet Arnauld du Thill von Martin⸗Guerre, den Schuldigen vom Unſchuldigen! Als ob nicht ſchon genug Verwirrung in dieſer ganzen Sache wäre, habt Ihr neue Verwirrung hinzugefügt. Euer Gewiſſen wird Euch hindern, Euch herauszuziehen. Bis zum Ende und trotz aller Welt werde ich rufen:„„Ich bin Martin⸗Guerre!““ Und ich fordere, wer es auch ſein mag und wie es auch ſein mag, alle Welt heraus, mich Lügen zu ſtrafen und mir zu widerſprechen.“

Die Richter und Gabriel ſchüttelten den Kopf und lächelten ernſt und traurig in Gegenwart dieſer ſchamloſen Hartnäckigkeit.