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„Was ſoll das beveuten?“ fragte Arnauld du Thill, indem er ſich an Gabriel wandte.
„Das ſoll bedeuten,“ antwortete Herr von Mont⸗ gommery,„daß ich der Schüchternheit meines armen Martin⸗Guerre mißtraute, und daß ich wollte, ſeine Richter könnten, ohne daß er es wüßte, ſeine unwider⸗
legbare Vertheidigungsrede vernehmen, die ſie nun auch
ſo eben gehört haben.“
„Vortrefflich,“ verſetzte Arnauld du Thill wieder athmend.„Ich danke Euch tauſendmal, gnädiger Herr.“
Dann wandte er ſich an die Richter und ſprach in einem Tone, den er furchtſam zu machen ſuchte:
„Darf ich glauben, darf ich hoffen, daß meine Rede wirklich das gute Recht meiner Sache für die erleuchteten Geiſter herausgeſtellt hat, die in dieſem Augenblick Ge⸗ bieter über mein Schickſal ſind?“
„Ja,“ ſprach der Präſident des Tribunals,„die Beweiſe, die man uns geliefert, haben uns überzeugt.“
„Ah!“ machte Arnauld du Thill triumphirend.
„Doch,“ verſetzte der Präfident,„andere nicht minder ſichere Beweiſe erlauben uns, zu beſtätigen, daß geſtern eine Verwechſelung bei der Abführung der beiden Ge⸗ fangenen ſtattgefunden hat; daß Martin⸗Guerre in Euer Gefängniß, Arnauld du Thill, geführt worden iſt, und daß Ihr zu dieſer Stunde das ſeinige inne habt.“
„Was? Wie?“ ſtammelte Arnauld wie vom Blitze getroffen.„Gnädiger Herr, was ſagt Ihr hiezu?“ ſprach er, ſich an Gabriel wendend.
„Ich jage, daß ich es wußte,“ antwortete Gabriel mit ſtrengem Ton.„Ich wiederhole Euch, Arnauld, ich wollte durch Euch ſelbſt die Beweiſe der Unſchuld von Martin und Eurer Schuld herausſtellen laſſen. Ihr habt mich zu einer Rolle, die mir widerſtrebte, gezwungen, Unglücklicher! doch Eure Unverſchämtheit machte mir geſtern begreiflich, daß man, wenn man ſich in einen Kampf mit Eures Gleichen einläßt, Eure Waffen an⸗


