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Betrug hebt meine letzten Bedenken. Arnauld du Thill ſterbe! ich füge mich darein.“
„Es ſei, er wird ſterben,“ ſagte Gabriel,„nämlich er wird ſterben, wenn man ihn verurtheilt. Denn im Ganzen iſt der Spruch noch nicht gefällt.“
„Wie? die Sache iſt nicht gewiß?“ fragte Arnauld.
„Wahrſcheinlich, ja; gewiß, nein;“ antwortete Gabriel.„Dieſer Teufel Arnauld hat geſtern an die Richter eine ſo feine, ſo ſchlaue, ſo überzeugende Rede gehalten!“
„Ich doppelter Dummkopf, der ich war!“ dachte Arnauld du Thill.
„Während Du, Martin,“ fuhr Gabriel fort,„Du, der Du mir ſo eben mit großer Beredtſamkeit und be⸗ wunderungswürdiger Sicherheit die Nothwendigkeit des Todes von Arnauld bewieſen haſt, geſtern, wie Du Dich erinnern wirſt, nicht ein einziges Beweismittel, nicht eine einzige Thatſache für den Sieg der Wahrheit finden konn⸗, teſt. Du biſt, ſo ſehr ich in Dich drang, verlegen und beinahe ſtumm geblieben. Man hatte jedoch eingewilligt, Dich von den Vertheidigungsmitteln Deines Gegners zu unterrichten, Du aber wußteſt nichts zu ſagen, um ſie zu⸗ rückzuſchieben.“ k
„Gnädiger Herr,“ verſetzte Arnauld,„in Eurer Ge⸗ genwart iſt es mir behaglich, fühle ich mich wohl, während mich alle dieſe verſammelten Richter einſchüchtern. Dabei muß ich Euch geſtehen, daß ich auf mein gutes Recht zählte. Es kam mir vor, als müßte das Gericht beſſer für mich plaidiren als ich ſelbſt. Doch ſo darf man ſich nicht vor dieſen Rechtsgelehrten benehmen. Ich ſehe es ein, ſie wollen Worte haben. Ah! wenn ſich dies wiederbeginnen ließe und ſie mich noch einmal hören wollten!„
„Nun, was würdeſt Du thun, Martin?“
„Eil ich würde mich ein wenig zuſammenraffen und ſprechen. Es iſt nicht ſo ſchwer, alle Beweismittel und


