Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Endlich. Gott ſei gelobt!“ rief Arnauld.„Ich muß geſtehen, es drängt mich, die Sache einmal beendigt zu ſehen. Und nicht wahr, gnädiger Herr, es iſt nicht zu zweifeln, es iſt nichts zu befürchten? das gute Recht wird ſiegen.“

„Ich hoffe es,“ ſprach Gabriel, indem er Arnauld noch feſter anſchaute.„Dieſer ſchändliche Arnauld du Thill iſt bei den verzweifelten Mitteln.“

„Wahrhaftig? Und was machinirt er denn noch?“ fragte Arnauld.

„Sollteſt Du es glauben?“ ſagte Gabriel,„der Verräther verſucht es noch einmal, die Quiproquo von früher zu wiederholen.“

„Iſt es möglich!“ rief Arnauld, die Arme zum Him⸗ mel erhebend.„Gerechter Gott! und wie dies?“

„Er iſt ſo frech, zu behaupten, geſtern nach der Ge⸗ richtsverhandlung haben ſich die Wärter getäuſcht, man habe ihn in das Gefängniß von Arnauld und Dich in das ſeinige geführt.“

„Kann das ſein!“ ſprach Arnauld mit einer ſchoͤnen Bewegung des Erſtaunens und der Entrüſtung.„Und gründet der Unglückliche dieſe freche Behaup⸗ tung?“

„Höre,“ ſagte Gabriel.„Er wurde eben ſo wenig als Du geſtern ſogleich in ſeinen Kerker geführt. Das Tribunal hätte während ſeiner Berathung den einen oder den andern noch einmal zu befragen ſich veranlaßt ſehen können; die Wächter ließen ihn alſo in der Hausflur, wie ſie Dich im Hofe gelaſſen hatten. Er ſchwört nun, dies ſei die Urſache des Irrthums, man habe ſonſt immer Arnauld in der Hausflur und ihn im Hofe gelaſſen. Die Gefangenwärter haben ſodann, als ſie ihren Gefangenen geholt, ſeiner Behauptung nach natürlich den einen mit dem andern verwechſelt. Was dieſe Wärter betrifft, ſo ſind es dieſelben, welche Euch Beide geführt haben und dieſe menſchlichen Maſchinen kennen nur den Gefangenen