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mein wahrer Gatte und der Andere ſei nur ein Betrüger und Fälſcher.“
„Sprecht, welcher iſt der erwieſene Betrüger?“ ſagte Arnauld„derjenige, welchen der Graf von Montgommery hiehergebracht hat, oder der, welchen man im Beſitz der Habe und der Papiere von Martin⸗Guerre fand?“
„Der Andere!“ erwiederte Bertrande,„derjenige, welcher mich getäuſcht hat, derjenige, welchen ich Alberne, ich Verblendete noch in der vorigen Woche meinen Gatten nannte.“
„Ah! die Sache hat ſich alſo nun völlig herausge⸗ ſtellt?“ fragte Arnauld bewegt.
„Mein Gott, ja, Martin,“ erwiederte Bertrande mit derſelben Verwirrung.„Dieſe Herren vom Tribunal und Euer würdiger Gebieter haben mir ſo eben erklärt, es walte für ſie kein Zweifel mehr ob und Ihr ſeid wirklich der wahre Martin⸗Guerre, mein guter und lieber Mann.“
„Ah! wahrhaftig?“.. ſagte Arnauld erbleichend.
„Dabei hat man mir zu verſtehen gegeben, ich würde wohl daran thun, Euch um Verzeihung zu bitten und mich mit Euch zu verſöhnen, ehe das Uurtheil ausgeſprochen wäre, und ich bat um Erlaubniß, Euch beſuchen zu dürfen, was mir auch geſtattet wurde.„ 4
Sie ſchwieg einen Augenblick, voch als ſie ſah, daß ihr vorgeblicher Gatte nicht antwortete, fuhr ſie fort:
„Es iſt nur zu gewiß, mein guter Martin⸗Guerre, daß ich eine große Schuld gegen Euch habe. Doch ich bitte Euch, zu bedenken, daß es unwillkührlich geſchehen iſt, ich nehme hiefür die Jungfrau Maria und das Jeſus⸗ kind zu Zeugen! Mein erſter Fehler beſteht darin, daß ich nicht den Betrug jenes Arnauld du Thill entdeckt und entlarvt habe. Doch konnte ich annehmen, es gebe auf der Welt ſo vollſtändige Aehnlichkeiten und es könne Gott beluſtigen, zwei ſo ganz gleiche Geſchöpfe zu machen? Gleich an Geſicht und gleich an Wuchs, boch es iſt wahr,
nicht gleich an Herz und an Charakter, und dieſe Ver⸗


