Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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Durch ein Gefühl der Billigkeit und der Großmuth bewogen, hatte Gabriel verlangt, daß Arnauld du Thill dem Plaidoyer, wo die gegen ihn vorgebrachten Beweiſe verhandelt wurden, beiwohnen follte, damit er im Falle der Noth darauf antworten könnte. Martin Guerre hatte nichts vabei zu thun und blieb in ſeinem ängniß. Doch Arnauld du Thill wurde vorgeführt, danit man ihn co tradictoriſch richten könnte, und er verlor nicht ein Wor' von der überweiſenden Erzählung von Gabriel.

Als jedoch der Vicomte d'Ermos geendigt hatte, ſtand Arnauld du Thill, ohne ſich einſchüchtern oder ent⸗ muthigen zu laſſen, ruhig auf und verlangte die Erlaub⸗

niß, ſich vertheidigen zu dürfen. Das Tribunal hätte ihm.

dieſelbe verweigert, doch Gabriel trat ſeiner Bitte bei, und Arnauld konnte ſprechen.

Er ſprach bewunderungswürdig. Der ſchlaue Burſche war wirklich von Matur ſehr beredt und beſaß einen äußerſt gewandten Geiſt.

Gabriel war beſonders bemüht geweſen, Licht in der Finſterniß der Abenteuer der beiden Martin zu verbreiten. Arnauld bemühte ſich, alle Fäden unter einander zu miſchen und zum zweiten Mal eine heilſame Verwirrung unter ſeine Richter zu bringen. Er geſtand, er begreife die hervorgehobenen Abenteuer zweier Exiſtenzen, von denen man die eine für die andere genommen, durchaus nicht. Es liege ihm nicht ob, alle dieſe Quiproquo zu erklären, durch die man ihn in Verlegenheit ſetze. Er ſei nur für ſein eigenes Leben verantwortlich und habe nur ſeine Hand⸗ lungen zu rechtfertigen. Dies zu thun ſei er bereit.

Er begann ſodann die logiſche und gedrängte Er⸗ zählung ſeines Lebens und ſeiner Thaten ſeit ſeiner Jugend

bis auf den gegenwärtigen Tag. Er rief ſeine Freunde und Verwandten auf, gedachte ihnen gegenüber gewiſſer Umſtände, die ſie ſelbſt vergeſſen hatten, lachte bei einigen Frinnerungen und war gerührt bei andern.