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Unſchuld von Martin und über die Schuld von Arnauld du Thill.
Doch es war nicht genug mit dieſen materiellen Be⸗ weiſen, Gabriel wollte auch noch moraliſche.
Er brachte den Bauern, den Arnauld du Thill den ſeltſamen Auftrag gegeben hatte, in Paris zu verkunden, Martin⸗Guerre ſei in Noyon gehenkt worden. Der gute Mann erzählte ganz treuherzig ſein Erſtaunen, als er in der Rue des Jardins⸗Saint⸗Paul denjenigen wiederge⸗ funden, den er den Weg nach Lyon hatte einſchlagen ſehen. Dieſer Umſtand hatte zuerſt Gabriel den Verdacht der Wahrheit eingeflößt.
Man hörte ſodann abermals Bertrande de Rolls.
Trotz des Umſchlags der allgemeinen Meinung war die arme Bertrande beſtändig für denjenigen, welcher ſich gefürchtet machte.
Als man ſie jedoch fragte, ob ſie keine Veränderung in dem Charakter ihres Mannes ſeit ſeiner Rückkehr wahr⸗ genommen habe, antwortete ſie:
„Oh!l ja, er iſt ſehr verändert zurückgekommen, doch zu ſeinem Vortheil, meine Herren Richter,“ fügte ſie eiligſt bei.
Und da man in ſie drang, ſich deutlicher zu erklären, ſprach die naive Vertrande;
„Früher war Martin ſchwächer und gutmüthiger als ein Lamm, und er ließ ſich von mir leiten und ſogar ſchmähen, ſo daß ich mich zuweilen für ihn ſchämte. Doch er kam als ein Mann, als ein Herr und Meiſter zurück. Er bewies mir auf eine unwiderlegbare Weiſe, ich habe in der Zeit ſehr Unrecht gehabt und es ſei meine Pflicht als Frau, ſeinem Wort und ſeinem Stocke zu ge⸗ horchen. Nun iſt es er, der befiehlt, und ich diene, er hebt die Hand auf und ich beuge den Kopf. Dieſes An⸗ ſehen hat er von ſeinen Reiſen zurückgebracht; und ſeit ſeiner Rückkehr ſind die Rollen von uns Beiden das ge⸗


