Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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Doch ſeit ſeiner Rückkehr hatte Martin⸗Guerre alle Partien, die man ihm antrug, unter dem Vorwande einer Wunde, die er an der rechten Hand erhalten, aus⸗ geſchlagen.

Der ächte Martin⸗Guerre machte ſich im Gegentheil ein Vergnügen daraus, es in Gegenwart der Richter mit den ſtärkſten Ballſpielern aufzunehmen.

Er ſpielte ſogar ſitzend und ſtets in ſeinen Mantel gehüllt. Sein Secundant brachte ihm nur die Bälle zurück, die er mit wunderbarer Geſchicklichkeit ſchleuderte.

Von dieſem Augenblick war die bei ſolchen Fällen ſo wichtige öffentliche Sympathie auf der Seite von

Martin⸗Guerre, d. h. eine ſeltene Erſcheinung! auf der Seite des guten Rechts.

Ein letzter bizarrer Umſtand führte vollends im Geiſte der Richter von Arnauld du Thill deſſen Ruin herbei.

Die zwei Angeklagten waren durchaus von demſelben Wuchs; doch Gabriel, der auf das geringſte Anzeichen lauerte, hatte zu bemerken geglaubt, der Fuß ſeines bra⸗ ven Stallmeiſters, leider ſein einziger Fuß, ſei viel kleiner als der Fuß von Arnauld du Thill.

Der alte Schuhmacher von Artigues erſchien vor dem Tribunal und brachte ſeine früheren und ſeine neuen Maße.

„Ja,“ ſagte der brave Mann,„es iſt gewiß, daß ich Martin⸗Guerre einſt zu neun Zoll beſchuhte, und ich war ſehr erſtaunt, als ich bei ſeiner Rückkehr ſah, wie ſein Schuh zwolf maß; doch ich glaubte, es ſei dies die Wir⸗ kung ſeiner langen Reiſen.“

Der wahre Martin⸗Guerre reichte ſtolz dem Schuſter

den einzigen Fuß, den ihm die Vorſehung, ohne Zweifel zum höheren Triumphe der Wahrheit, erhalten hatte. Der naive Schuhmacher anerkannte, nachdem er gemeſſen hatte, den authentiſchen Fuß, den er einſt beſchuht und der trotz der langen Reiſe und ſeiner doppelten Anſtrengung beinahe derſelbe geblieben war.

Von da an war es nur noch ein Schrei über die

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