Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Ah! wenn ich ſage, Ihr könnt Euch rühmen,“ er⸗ wieberte der gute Mann,„ſo meine ich damit nicht, es ſei Grund vorhanden., auf die Aehnlichkeit mit einem ſolchen Schuft ſtolz zu ſein! Ich darf es wohl geſtehen, mein Neffe iſt der abſcheulichſte Schurke, den man ſich vorſtellen kann. Und wenn ich im Ganzen bedenke, es wäre ſehr unwahrſcheinlich, daß er noch leben würde; denn zu dieſer Stunde muß der Elende längſt gehenkt ſein.“

„Ihr glaubt?“ verſetzte Arnauld mit einer gewiſſen Bitterkeit.—

„Ich bin deſſen gewiß, Herr Martin⸗Guerre,“ er⸗ wiederte Carbon Barreau mit Sicherheit.„Doch nicht wahr, es macht Euch nichts, daß ich ſo von dieſem Bur⸗ ſchen ſpreche, da Ihr es nicht ſeid, mein Wirth?“.

„Es macht mir durchaus nichts,“ antwortete Arnauld du Thill ziemlich unzufrieden.

„Ah! mein Herr,“ ſprach der Oheim, der ein wenig Schwätzer war,„wie muß ich mir, ſeiner weinenden Mutter gegenüber, Glück wünſchen, daß ich Junggeſelle geblieben bin und keine Kinder gehabt habe, welche, die⸗ ſem heilloſen Geſellen ähnlich, hätten meinen Namen ent⸗ ehren und mein Leben troſtlos machen können!“

„Das iſt richtig,“ ſagte Arnauld zu ſich ſelbſt,„Oheim Carbon hatte keine Kinder, das heißt, keine Erben.“

„Woran denkt Ihr, Meiſter Martin?“ fragte der Reiſende.

„Ich denke,“ anwortete Arnauld mit ſüßlichem Tone, „ich denke, daß Ihr, trotz Eurer entgegengeſetzten Ver⸗ ſicherung, Meſſire Carbon Barreau, vielleicht heute froh wäret, wenn Ihr einen Sohn hättet, oder in Ermangelung eines Sohnes ſogar den böſen Neffen, den Ihr ſo wenig beklagt, der aber doch am Ende eine Zuneigung, eine Fa⸗ di itt⸗ ein Menſch, dem Ihr Eure Habe hinterlaſſen

nntet.“

„Meine Habe?“ verſetzte Carbon Barreau.

„Allerdings, Eure Habe. Ihr, der Ihr ſo freigebig