Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Iſt es geſchehen? hm?“ brummte der vorgebliche artin.„Wo ſind nun meine anderen Schuhe? Ich wette, Du biſt nicht einmal darauf bedacht geweſen, ſie mitzubringen, albernes Weib! Ich werde wenigſtens zwei Minuten mit nackten Beinen bleiben müſſen.“

Bertrande lief in das Haus und brachte in weniger als einer Sekunde die anderen Schuhe, die ſie eiligſt ſelbſt ihrem Herrn und Meiſter anzog.

Man hat ohne Zweifel die Perſonen erkannt. Ee war unter dem Namen Martin⸗Guerre Arnauld du Thill, ſtets roh und ſſc es war Bertrande de Rolls, unendlich gemi bracht.

„Wo iſt mein Glas Meth, wo iſt es2“ fragte Martin mit demſelben mürriſchen Ton.

„Es iſt bereit, mein Freund,“ erwiederte furchtſam Bertrande,„und ich will es Dir holen.“

„Immer warten!“ verſetzte der Andere, voll Un⸗ geduld mit dem Fuße ſtampfend.„Vorwärts! beeile Dich, Ser ſch.

bezeichnende Geberde vollendete ſeinen Ge⸗ anken.

Bertrande ging weg und kam mit der Geſchwindig⸗ keit des Blitzes zurück. Martin nahm aus ihren Händen ein volles Glas Meth und leerte es mit offenbarer Be⸗ friedigung auf einen Zug.

„Es iſt gut!“ ſagte er herablaſſend und gab ſeiner Frau den leeren Becher zurück.

„Armer Freund! wie warm haſt Du,“ wagte die Frau zu bemerken, indem ſie mit ihrem Sacktuch die Stirne ihres rauhen Mannes abwiſchte„Setze doch Deinen Hut auf, ein Luftzug könnte Dir ſchaden. Nicht wahr, Du biſt ſehr müde?“

„Ei!“ entgegnete Martin⸗Guerre, immer brum⸗ mend,„muß man ſich nicht nach den albernen Gebräuchen dieſer albernen Gegend richten und bei jedem Jahrestag

dert und wunderbar zur Vernunft ge⸗

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