Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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dergefundenen Herrn nicht mit den Augen verließ, ſo redete Gabriel mit ihm und er erkundigte ſich bei ihm mit vieler Theilnahme. Doch den ganzen Tag ſagte er nicht ein Wort von dem Verſprechen, das er ihm einſt geleiſtet, und er ſchien die Verpflichtung, die er übernommen, den Namen⸗ und Ehrenräuber zu beſtrafen, der den armen Martin ſo lange verfolgt, gänzlich vergeſſen zu haben.

Martin⸗Guerre war ſeinerſeits zu ehrfurchtsvoll und zu wenig ſelbſtſüchtig, um die Gedanken des Vicomte d'Ermes auf dieſen Gegenſtand zu lenken.

Doch als der Abend kam, erhob ſich Gabriel und ſagte mit einem Ton, der keinen Widerſpruch zuließ:

„Ich muß nun wieder aufbrechen.“

Dann wandte er ſich gegen Martin⸗Guerre und fügte bei:

„Mein braver Martin, ich habe mich bei meinen Wanderungen mit Dir beſchäftigt, und unbekannt, wie ich war, gefragt, geſucht und glaube die Spuren der Wahr⸗ heit, die Dich intereſſirt, gefunden zu haben: denn ich erinnerte mich der Verpflichtung, die ich gegen Dich ein⸗ gegangen hatte, Martin.“

„Oh! gnädiger Herr!“ rief der Stallmeiſter ganz glücklich und ganz verwirrt.

„Ich wiederhole Dir alſo,“ fuhr Gabriel fort,„ich habe hinreichend Anzeigen geſammelt, daß ich auf dem rechten Wege zu ſein glauben darf. Doch Du mußt mir helfen, Freund. Reiſe noch in dieſer Woche nach Rieur, Deiner Heimath, ab. Doch begib Dich nicht unmittelbar vahin. Sei nur von heute in einem Monat in Lyon. Ich werde Dich dort aufſuchen und wir bereden uns ſodann, um gemeinſchaftlich zu handeln.“

„Ich gehorche Euch, gnädiger Herr,“ ſprach Martin⸗ S„Doch bis dahin ſoll ich Euch nicht wieder⸗ ehen?“

„Nein, nein, ich muß fortan allein ſein,“ erwiederte

Gabriel voll Energie.„Ich gehe abermals, und ſucht mich