Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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43 Fehler iſt im Ganzen nicht größer, weil ein Feiger Dich

zweimal getäuſcht hat. Ich liebe Dich, Babette, wie ich

Dich ſtets geliebt habe.“

Glücklich in ihrem Schmerz, warf ſich Babette in die Arme ihres Bruders.

„Aber,“ ſprach Pierre Peugoy, mein Zorn iſt nicht erloſchen, er hat ſich nur einer andern Seite zugewendet. Derjenige, den er jetzt treffen möchte, iſt, ich wiederhole es, der ſchändliche Verführer, der verhaßte Martin⸗ Guerre!„

„Mein Bruder!“ unterbrach ihn Babette mit ſchmerz⸗ lichem Tone.

„Nein, für ihn kein Mitleid!“ rief der ſtrenge Bür⸗ ger.„Seinem Gebieter, Herrn d'Ermeos, bin ich eine Genugthuung ſchuldig, das geſteht meine Revlichkeit gern zu.“

„Ich ſagte es Dir wohl,“ verſetzte Jean Peugoh.

„Ja, Jean, Du hatteſt Recht, ich habe den würdigen Herrn falſch beurtheilt. Nun erklärt ſich Alles. Sein Stillſchweigen ſogar war Zartgefühl. Warum hätte er uns grauſam an ein unwiederbringliches Unglück erinnern ſollen? Ich hatte Unrecht! Und wenn ich bedenke, daß ich vielleicht durch einen traurigen Irrthum zum Lügner an den Ueberzeugungen und Inſtinkten meines ganzen Lebens geworden wäre, und Frankreich, das ich ſo ſehr Fehler hätte bezahlen laſſen, der nie he⸗

„Mein Gott! wovon ſind die großen Ereigniſſe der Welt abhängig!“ ſprach Jean Peugoy philoſophiſch.„Doch zum Glück iſt noch nichts verloren,“ fügte er bei,„und durch das Vertrauen von Babette wiſſen wir nun, daß ſich der Vicomte unſerer Freundſchaft nicht unwürdig gemnucht hat. Oh! ich kannte ſein edles Herz, denn ich hatte ihn immer nur zu bewundern, abgeſehen bon ſeinem erſten Zögern, als wir ihm die Entſchädigung für die Einnahme von Sainte⸗Quentin vorſchlugen. Aber mir